Straßenbahn entgleist in Hohenschönhausen – Drei Schwerverletzte
Berlin - Am Dienstag ist in Berlin-Hohenschönhausen eine Tram aus den Schienen gesprungen. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz.
Insgesamt wurden 20 Personen verletzt, drei davon schwer. "Wir haben insgesamt zwölf Personen in umliegende Krankenhäuser gebracht, die restlichen Personen konnten vor Ort ambulant versorgt werden", sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur.
Die BVG rechnet damit, dass die Strecke erst in zwei Tagen (am Donnerstag) wieder zu befahren sei.
Vermutlich war ein Teil der Straßenbahn gegen 9.40 Uhr in einer Kurve vor der Arnimstraße gegen einen Oberleitungsmast geprallt.
Durch den Aufprall wurde die rechte Seite der Tram aufgerissen. Der letzte Wagen sprang anschließend aus den Gleisen.
Die Bergung der Straßenbahn und die Instandsetzungsarbeiten werden voraussichtlich mindestens 48 Stunden in Anspruch nehmen. Insgesamt waren 59 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.
BVG äußert sich zum Straßenbahn-Unfall
Auch die BVG äußerte sich zu dem schweren Vorfall. "Unter dem Eindruck der Bilder hier vor Ort sind wir tief betroffen. In Gedanken sind wir bei den Verletzten und unseren Fahrgästen", erklärte Henrik Falk (56), Vorstandsvorsitzender der BVG, in einer Mitteilung.
Das Unternehmen würde sich derzeit einen Überblick der Lage vor Ort verschaffen. Fest stehe, dass sie intensiv zur Aufklärung der Unfallursache beitragen werden. Zahlreiche Fachkräfte wären von Anfang am Unfallort.
Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) machte sich am Nachmittag persönlich an der Unfallstelle ein Bild von der Lage. Wegner sprach von einem "einzigartigen Unfall": "In meinen Gedanken bin ich natürlich bei den Verletzten, aber auch bei denen, die diesen Unfall miterlebt haben. Das muss ein großer Schock gewesen sein", sagte der CDU-Politiker.
Laut des Unternehmens fahren die Tram-Linien M5 und M17 aufgrund der Entgleisung nicht zwischen Gehrenseestraße und Falkenberg. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet.
Erstmeldung am 2. Juni um 10.47 Uhr, zuletzt aktualisiert um 19 Uhr
Titelfoto: Thomas Peise

