Vater im Schlaf mit Hammer und Messer getötet: Sohn muss für zehn Jahre in Haft

Von Anne Baum

Berlin - Ein 50-Jähriger ist vom Landgericht Berlin zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er seinen 80-jährigen Vater in Berlin-Buch getötet hat.

Vor Gericht betonte der Angeklagte seine depressiven Episoden und psychische Belastungen. (Symbolfoto)
Vor Gericht betonte der Angeklagte seine depressiven Episoden und psychische Belastungen. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Laut Urteil griff der Sohn den schlafenden Senior heimtückisch mit einem Zimmermannshammer und einem Jagdmesser an.

Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 14. September 2025, als der Mann mit einem ihm überlassenen Schlüssel in die Wohnung seines Vaters gelangte.

Mehrere Tage nach dem Angriff gestand der 50-Jährige die Tat in einem Krankenhaus. Die Polizei fand daraufhin die Leiche und nahm den Mann fest. Nach eigenen Angaben habe er anschließend auch versucht, sich das Leben zu nehmen, scheiterte aber zweimal.

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Als mögliche Auslöser nannte er Unzufriedenheit mit seiner Lebenssituation und unbegründete Missbrauchsvorwürfe, die gegen ihn erhoben worden seien. Er habe seinen Vater "mit in den Tod nehmen" wollen.

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst 13 Jahre Haft gefordert, der Verteidiger sprach von "einem absoluten Drama". Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wer Suizidgedanken hat oder jemanden kennt, der betroffen ist, kann sich anonym, rund um die Uhr und gebührenfrei an die Telefonseelsorge Berlin unter 0800 111 0 111 wenden.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

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