Viele tote Schwäne: Vogelgrippe breitet sich weiter in Berlin aus

Von Mia Bucher

Berlin - Tote Schwäne auf zugefrorenen Kanälen, verendete Kraniche und Greifvögel: Die Vogelgrippe hält Berlin weiter fest im Griff.

Der strenge Winter verschärft die Lage: Auf wenigen eisfreien Flächen steigt das Infektionsrisiko für Wasservögel. (Symbolfoto)
Der strenge Winter verschärft die Lage: Auf wenigen eisfreien Flächen steigt das Infektionsrisiko für Wasservögel. (Symbolfoto)  © Matthias Bein/dpa

Seit Herbst grassiert der Ausbruch – nun meldet die Verbraucherschutzverwaltung erneut zahlreiche Todesfälle bei Wildvögeln.

Zuletzt wurden 14 verendete Tiere im Landeslabor Berlin-Brandenburg positiv auf das Virus getestet. Eine endgültige Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut steht noch aus.

Besonders auffällig ist die hohe Zahl infizierter Schwäne. Betroffen sind zudem Kraniche, Möwen, Graureiher und sogar Greifvögel – vermutlich, weil sie tote Tiere gefressen haben.

Berlin: Neue Zahlen zeigen: Daran sterben die meisten Menschen in Berlin und Brandenburg
Berlin Neue Zahlen zeigen: Daran sterben die meisten Menschen in Berlin und Brandenburg

Weil viele Gewässer zugefroren sind, sammeln sich Wasservögel auf wenigen eisfreien Flächen – das Virus kann sich dort besonders leicht ausbreiten. In sozialen Netzwerken kursieren bereits Bilder toter Schwäne auf dem gefrorenen Landwehrkanal.

Die Behörden warnen eindringlich: Kranke oder tote Vögel dürfen keinesfalls berührt werden – auch einzelne Federn nicht. Funde sollten umgehend der zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks gemeldet werden.

Zwar kann der Virus-Subtyp H5N1 in seltenen Fällen bei engem Kontakt auf Menschen übertragen werden, eine Ansteckung von Mensch zu Mensch wurde bislang jedoch nicht festgestellt.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

Mehr zum Thema Berlin: