Was geht denn in Berlin ab? Touristen sollen künftig Müll aus Spree sammeln

Berlin - Berlin sucht nach neuen Ideen im Kampf gegen seine unschönen Schmutzecken. Der jüngste Vorschlag: Im Sommer könnten Touristen Abfälle aus der Spree sammeln und dafür Gutscheine erhalten.

Kostenlose Kajakfahrten auf der Spree, bei denen Müll aus dem Wasser gesammelt wird, sind unter dem Namen "Green Kayak" bereits erprobt worden.  © Jens Kalaene/dpa

"Wir wollen uns ein Beispiel am sehr sauberen Kopenhagen nehmen", betont Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (47, SPD) gegenüber BILD.

Nach dem Vorbild der dänischen Stadt werden derzeit Partner für Putz-Urlaube an und auf Berliner Gewässern gesucht. Als Dank für ihren Einsatz erhalten die Touristen kostenlose Eintritte, Führungen, einen Cocktail oder Kaffee.

Die BSR gab 2025 allein 13 Millionen Euro für die Beseitigung illegal entsorgter Abfälle aus.

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"Wer seinen Müll einfach auf die Straße wirft, wirft auch ein Stück Respekt vor unserer Stadt weg. Und das geht nicht", kritisiert Giffey.

Eine Verschärfung gibt es bereits seit Ende des vergangenen Jahres: Müllsünder müssen deutlich höhere Bußgelder zahlen. Ein weggeworfener Einwegbecher kostet nun 250 statt 55 Euro, für nicht beseitigten Hundekot werden mindestens 80 statt 55 Euro fällig.

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Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) ist sich sicher: "Wenn wir es hinbekommen, dass Berlin wieder sauberer und lebenswerter wird, dann wird das auch international wahrgenommen."

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