Wer sitzt denn da im ICE einfach vor der Tür? "Ach, das ist ja der Max Kruse"

Bremen/Berlin - Von wegen Max Kruse (34), der exzentrische Fußballstar: Am vergangenen Wochenende hat sich der 34-Jährige von einer ganz anderen Seite präsentiert.

Max Kruse (34), r.) hatte beim Abschiedsspiel für Claudio Pizarro sichtlich Spaß. Bei seiner Rückkehr ins Bremer Weserstadion traf er unter anderem auf Bayern-Legende Arjen Robben (38).
Max Kruse (34), r.) hatte beim Abschiedsspiel für Claudio Pizarro sichtlich Spaß. Bei seiner Rückkehr ins Bremer Weserstadion traf er unter anderem auf Bayern-Legende Arjen Robben (38).  © Sina Schuldt/dpa

Der Stürmer hatte nicht nur sofort zugesagt, beim Abschiedsspiel von Bundesliga-Legende Claudio Pizarro (43) mitzumachen und ins Bremer Weserstadion zurückzukehren, nein, er reiste am Freitag auch wie Otto Normalverbraucher mit dem ICE in die Hansestadt, wie er in seiner Instagram-Story mitteilte.

Als in der Nacht nach "Claudios Fiesta" einige Werder-Fans um kurz nach 0 Uhr auf den Regionalexpress Richtung Hannover warteten, staunten sie nicht schlecht, als plötzlich eben jener Max Kruse dort auftauchte, um denselben Zug zu besteigen.

Bekleidet mit einem Hellgrünen Marken-Hoodie, löchrigen Designer-Jeans und grauen Sneakern trottete er in Begleitung seiner Frau Dilara und eines Bekannten über den Bahnsteig.

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Die Kapuze hatte er sich zwar tief ins Gesicht gezogen, doch das half nichts, denn schnell erkannten die Fans ihren Liebling.

Der 34-Jährige reagierte jedoch ganz cool, ließ sich auf das eine oder andere Gespräch mit teilweise nicht mehr ganz nüchternen Schlachtenbummlern ein und schrieb sogar einige Autogramme.

Max Kruse hat am Samstag beim Abschiedsspiel für Claudio Pizarro mitgemacht

Kein Sitzplatz frei: Fußballstar Max Kruse setzt sich im Zug einfach vor den Ausgang

Max Kruse (2.v.l.) wird in der Nacht zu Sonntag am Bremer Hauptbahnhof von Werder-Fans umringt.
Max Kruse (2.v.l.) wird in der Nacht zu Sonntag am Bremer Hauptbahnhof von Werder-Fans umringt.  © privat

Nach einem Zwischenstopp in Hannover bestieg er um 2.40 Uhr den ICE 949 Richtung Berlin. Wer jetzt aber dachte, der Star-Kicker hat doch ganz bestimmt ein Ticket für die erste Klasse gebucht, der liegt falsch.

Ganz ohne Starallüren suchte der Profi vom VfL Wolfsburg in der zweiten Klasse nach einer Sitzgelegenheit. Das Problem: Der Zug war stark ausgelastet und Max hatte im Vorfeld offenbar nicht einmal Sitzplätze reserviert.

So kam es schließlich dazu, dass der ehemalige Unioner sich einfach vor den Ausgang setzte. Beim Halt in Braunschweig musste er von einem aussteigenden Fahrgast dann sogar gebeten werden, aufzustehen. Als der Mann erkannte, wer der prominente Reisende war, der ihm den Weg versperrt hatte, reagierte er verwundert mit einem "ach, das ist ja der Max Kruse".

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Gegen vier Uhr morgens schlenderte der Wahlberliner dann nach einem Halt in Magdeburg seinen Koffer vor sich herschiebend und mit pinkfarbenem Nackenhörnchen um den Hals in den hinteren Teil des Wagons, um nach freigewordenen Sitzplätzen zu suchen.

Dabei hatte er offenbar Erfolg und konnte den Rest der Fahrt bis zu seiner Endstation am Berliner Ostbahnhof wesentlich gemütlicher hinter sich bringen. Max Kruse kann also auch bodenständig!

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa, privat (Bildmontage)

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