Zoo Berlin will Tötung des Vogelbestands nach Virusbefall verhindern

Berlin - Nach dem Fall von Geflügelpest im Berliner Zoo müssen alle Vögel erneut auf das Virus getestet werden.

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe ist der Zutritt zum Zoo Berlin für Besucherinnen und Besucher seit mehreren Wochen verboten.
Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe ist der Zutritt zum Zoo Berlin für Besucherinnen und Besucher seit mehreren Wochen verboten.  © Paul Zinken/dpa

"Aktuell bereiten wir die zweite Testrunde des gesamten Vogelbestandes vor", teilte eine Sprecherin am heutigen Montag auf Anfrage mit.

"Natürlich schmerzt uns dieser Zustand Tag für Tag, nicht nur aufgrund der hohen zusätzlichen Arbeitsbelastung für unsere Mitarbeiter*innen, sondern zusehends auch finanziell. Noch ist aber kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht." Es gebe in dieser Woche voraussichtlich noch keine Neuigkeiten dazu, wann der Zoo seine Tore wieder öffnen kann.

Die Einnahmeausfälle wegen der seit mehr als zwei Wochen andauernden Schließung seien schwer genau zu beziffern, erklärte die Sprecherin. "Als ganz groben Maßstab könnte man sagen, dass wir wochentags mit täglichen Einnahmeverlusten von durchschnittlich 20.000 Euro rechnen können", erklärte der Zoo.

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Am Wochenende seien es etwa 50.000 Euro pro Tag. "Dass diese Schließung nun in den Winter fällt und nicht etwa in die Sommerferien, ist noch das positivste, was wir dieser Situation abgewinnen können." Die Besuchszahlen seien zu dieser Jahreszeit immer niedriger.

Berliner Zoo will Tötung der Vögel verhindern

Der Zoo versucht derzeit, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, um die vorgeschriebene Tötung des Vogelbestands nach einem Geflügelpest-Nachweis abzuwenden. Dort leben rund 1200 Vögel, darunter auch Exoten wie Pinguine und Flamingos.

Bei einem am 13. November gestorbenen Wasservogel war ein Test auf den Erreger H5N1 positiv ausgefallen. Ziel verschiedener Maßnahmen ist es, eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Das Aquarium und der Tierpark in Friedrichsfelde sind unterdessen weiter geöffnet.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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