Aufruhr in Potsdam: Verdächtiger Gegenstand in Wohnhaus entdeckt
Potsdam - Ein verdächtiger Gegenstand hat am Freitag die Anwohner im sonst so beschaulichen Potsdam-West in Atem gehalten.
Ein Zeuge habe das Objekt am Vormittag gegen 8.29 Uhr im Keller eines Wohnhauses in der Geschwister-Scholl-Straße entdeckt und gemeldet, wie Polizeisprecher Mario Thierbach einer TAG24-Reporterin vor Ort mitteilte.
Inzwischen hat die Polizei offiziell Entwarnung gegeben, da sich der Gegenstand nach eingehender Prüfung als ungefährlich erwiesen hat. Gegen 16.45 Uhr wurden die Maßnahmen beendet.
Zunächst ging man davon aus, dass es sich bei dem Fund um scharfe Munition handeln könnte. Um untersuchen und ermitteln zu können, ob tatsächlich eine Gefahr davon ausgeht, war eine Evakuierung der Anwohner notwendig.
Zu diesem Zweck wurde in der Brandenburger Vorstadt ein Sperrkreis mit einem Radius von rund 300 Metern eingerichtet, der auch die Regionalbahnlinie zwischen Magdeburg und Berlin betraf. Zudem verkehrten in dem Sperrgebiet keine Straßenbahnen und Busse.
Betroffener Stadtteil gilt als bürgerlich und familienfreundlich
Anwohner wurden dazu aufgefordert, das betroffene Gebiet umgehend zu verlassen. Das Betreten der Zone war strikt untersagt.
Notunterkünfte für die Evakuierten wurden nach Angaben des Polizeisprechers nicht eingerichtet. Über die Anzahl der Betroffenen lagen zunächst keine näheren Informationen vor.
Neben der Polizei waren Feuerwehr, Katastrophenschutz und Ordnungsamt vor Ort. Auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst stand vorsorglich zum Einsatz bereit.
Der bürgerliche Stadtteil im Westen der Landeshauptstadt Brandenburgs gilt mit seinen vielen Altbauten aus der Gründerzeit allgemein als familienfreundlich und grenzt an den Park des berühmten Schlosses Sanssouci.
Titelfoto: Michael Ukas/dpa, Polizeidirektion West (Bildmontage)

