Brand in Treuenbrietzen: Erst ein Knall, dann sieht man Nachbar flüchten
Treuenbrietzen - Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) hat die Polizei einen Bewohner als Tatverdächtigen festgenommen.
Wie die Polizei mitteilte, meldeten Zeugen das Feuer in einer Erdgeschosswohnung an der Neue-Hufen-Straße gegen 21 Uhr.
Demnach war zuvor ein lauter Knall zu hören gewesen, außerdem berichteten die Zeugen von einem Nachbarn, der sich kurz darauf schnell vom Brandort entfernte.
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und verhinderte so ein Übergreifen der Flammen auf weitere Wohnungen. In der betroffenen Küche entstand jedoch erheblicher Brandschaden. Die Wohnung ist derzeit nicht mehr bewohnbar.
Eine Familie wurde von der Feuerwehr über eine Drehleiter gerettet, alle übrigen Bewohner konnten das Haus selbstständig verlassen. Es wurde niemand verletzt.
Die Polizei suchte im Treuenbrietzener Stadtgebiet nach dem Mieter, der sich vom Brandort entfernt hatte, und konnte diesen kurz darauf vorläufig festnehmen. Der Tatverdächtige kam in Gewahrsam, wobei er sich unkooperativ und aggressiv verhielt. Eine erkennungsdienstliche Behandlung war dadurch zunächst nicht möglich.
Kriminaltechniker und Brandursachenermittler sicherten Spuren vor Ort. Die Ermittlungen zu der mutmaßlichen schweren Brandstiftung dauern an.
Titelfoto: Julian Stähle
