Brandenburg plant Wolfsjagd: Naturschützer schlagen Alarm

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Von Monika Wendel

Potsdam - Nach dem Bundestagsbeschluss zum erleichterten Abschuss von Wölfen bereitet Brandenburg konkrete Schritte für eine mögliche Jagd vor. Naturschutzverbände kritisieren das Vorhaben scharf.

Während Bauern und Jäger Abschüsse fordern, warnen Naturschützer vor den Folgen. (Symbolfoto)
Während Bauern und Jäger Abschüsse fordern, warnen Naturschützer vor den Folgen. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Geplant ist ein Managementplan, der regeln soll, wie die Wolfsbestände künftig reduziert werden können. Die Details sind noch in Abstimmung – der Streit über den richtigen Umgang mit dem Wolf dürfte jedoch weitergehen.

Zunächst muss der Brandenburger Landtag entscheiden, ob der Wolf ins Landesjagdrecht aufgenommen wird. Der Bundestag hatte dies bereits beschlossen, allerdings steht die Zustimmung des Bundesrates noch aus. Erst danach könnte die Regelung in Kraft treten.

Bislang durften nur einzelne sogenannte Problemwölfe mit Sondergenehmigung geschossen werden. Hintergrund für die geplante Änderung ist auch eine Entscheidung der EU:

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Die Mitgliedstaaten hatten den Schutzstatus des Wolfs im Sommer 2025 von "streng geschützt" auf "geschützt" gesenkt und damit Anpassungen im Jagdrecht erleichtert.

Der Abschuss von Wölfen ist für Brandenburg politisches "Neuland"

Der Wolf soll ins Jagdrecht aufgenommen werden, da die Population weiter wächst. (Symbolfoto)
Der Wolf soll ins Jagdrecht aufgenommen werden, da die Population weiter wächst. (Symbolfoto)  © Boris Roessler/dpa

Landwirte und Jäger fordern seit langem eine stärkere Regulierung der Bestände. Brandenburg zählt neben Niedersachsen zu den Bundesländern mit den meisten Wolfsrudeln. Bauernpräsident Henrik Wendorff sprach von "Neuland" und einem Praxistest. Allerdings sei der Wolf schwer zu bejagen und werde wohl noch scheuer werden.

Naturschutzverbände kritisieren die Pläne scharf. Der Nabu Brandenburg warnte, Abschüsse könnten Rudelstrukturen zerstören und dadurch sogar mehr Nutztierrisse verursachen. Stattdessen müsse der Herdenschutz mit Elektrozäunen und Herdenschutzhunden verbessert werden.

Laut Bundesregelung könnten Länder künftig in Regionen mit hohen Wolfszahlen Bestände regulieren – vorausgesetzt, der sogenannte günstige Erhaltungszustand der Art ist erreicht. Zudem darf ein Wolf abgeschossen werden, wenn er geschützte Weidetiere gerissen hat.

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Auch über mögliche Jagdzeiten wird noch gestritten: Der Bund schlägt den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Oktober vor, Jäger in Brandenburg halten hingegen Ende Oktober bis Mitte Januar für sinnvoll.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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