Hat Wahl-Hickhack in Strausberg endlich ein Ende?

Von Monika Wendel

Strausberg (Märkisch-Oderland) - Nach dem Wahlkrimi in Strausberg entscheiden die Bürger am Sonntag in einer Stichwahl, wer neuer Bürgermeister in der 28.000 Einwohner-Stadt werden soll.

Patrick Hübner (35, parteilos) hat jeglichen Verdacht der Wahlmanipulation zurückgewiesen.  © Patrick Pleul/dpa

Ins Rennen um die Rathausspitze gehen die beiden parteilosen Kandidaten Annette Binder (45) und Patrick Hübner (35). Es ist jedoch möglich, dass die Abstimmung erneut zum Politdrama wird. Im Raum stehen Unregelmäßigkeiten und Wahlmängel.

Die jetzige Stichwahl ist eine Nachwahl, da Landrat Gernot Schmidt (64, SPD) die vorherige Hauptwahl im Februar für ungültig erklärt hatte. Er geht von Wahlmängeln aus, weil das Postfach der Stadt für Wahlbriefe in einer Postfiliale war, die der Bürgermeisterkandidat Hübner betreibt. Dieser habe Zugriff auf die Unterlagen gehabt, hieß es.

Hübner, der einen Verdacht der Manipulation zurückweist, ging juristisch gegen den Stopp der Wahl vor und bekam Recht. Deshalb wurde doch noch eine Stichwahl angesetzt.

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Wahleinsprüche sind aber angekündigt, unter anderem vom Landrat. Das Stadtparlament muss sich dann mit den Beschwerden befassen. Bürgermeisterkandidat Hübner wiederum sagte, dass er ein Infragestellen eines möglichen Wahlsiegs nicht hinnehmen wolle und juristische Schritte prüfen werde.

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Landrat Gernot Schmidt (64, SPD) hat die vorherige Hauptwahl im Februar aufgrund von Wahlmängeln für ungültig erklärt.  © Patrick Pleul/dpa

Notwendig ist bei der Stichwahl zudem das Erfüllen eines Quorums. Das bedeutet, die Mehrheit der gültigen Stimmen für einen Kandidaten oder eine Kandidatin muss mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten umfassen.

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