Kosten in Millionenhöhe: Bundesregierung gibt Schloss Meseberg als Gästehaus auf
Meseberg - Nach 20 Jahren endet eine Ära: Schloss Meseberg in Brandenburg wird ab Februar 2027 nicht mehr als Gästehaus der Bundesregierung genutzt.
Wie das Presse- und Informationsamt mitteilt, wurde der Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung, die das Schloss symbolisch für einen Euro vermietet hatte, einvernehmlich auslaufen.
In den letzten Jahren wurde das Schloss immer seltener genutzt – unter anderem wegen der wachsenden Termindichte der Kanzler und der deutlichen Entfernung zum Berliner Regierungsviertel.
"Die Aufwendungen stehen nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert", heißt es aus dem Bundeskanzleramt.
Künftig sollen hochrangige Veranstaltungen an passenden externen Orten oder im geplanten Erweiterungsbau des Bundeskanzleramts stattfinden – deutlich kostengünstiger.
Unterhalt kostete rund 1,5 Millionen Euro jährlich
Allein in den ersten acht Monaten 2022 entstanden knapp 976.000 Euro für Unterhalt, Sach- und Personalkosten.
Zwischen 2015 und 2021 lagen die jährlichen Gesamtkosten für Sach- und Personaleinsatz bei bis zu rund 1,5 Millionen Euro, hinzu kamen Sicherheitskosten von fast 16 Millionen Euro zwischen 2015 und August 2022.
Trotz der hohen Kosten zieht die Bundesregierung ein positives Fazit: Meseberg bleibt ein attraktiver Veranstaltungsort – künftig jedoch ohne offizielle Nutzung als Gästehaus.
Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa
