Kult-Event in Brandenburg: Darum blicken alle auf dieses 200-Einwohner-Dorf

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Von Anja Sokolow

Bischdorf - Wenn ein ganzes Dorf Kopf steht, Fahrräder im Wasser versinken und Hunderte Zuschauer mitfiebern, dann ist wieder Teichfahren in Bischdorf angesagt

Auch für den letztjährigen Gewinner Dominic Lehmann ging es ins kühle Nass.
Auch für den letztjährigen Gewinner Dominic Lehmann ging es ins kühle Nass.  © Leon Kopsch/dpa

Am ersten Augustwochenende verwandelt sich der kleine Ort mit rund 200 Einwohnern erneut in eine ungewöhnliche Wettkampf- und Party-Arena.

Rund 35 Teilnehmer kommen nach Angaben von Organisator Fritz Heinze jährlich zum Teichfahren. Dabei müssen die Fahrer mit ihren Fahrrädern über schmale Bretter einen Parcours über den Dorfteich bewältigen. Kurven, Hindernisse und eine stellenweise nur 15 Zentimeter breite Fahrspur machen die Aufgabe schwierig. Entsprechend gehören spektakuläre Stürze ins Wasser zum Programm.

"Die große Mehrheit fällt mindestens einmal hinein", sagt Heinze. Für viele Teilnehmer gehe es deshalb nicht nur um die schnellste Zeit, sondern auch um den schönsten Abgang. Der eleganteste Sturz werde traditionell mit einer Urkunde ausgezeichnet.

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Eine Besonderheit in diesem Jahr: Erstmals hat sich nach Angaben der Organisatoren eine Frau für das Teichfahren angemeldet. Damit könnte es bei der diesjährigen Auflage eine Premiere geben.

Bis zu 1500 Gäste erwartet

Das Teichfahren wird als Turnier ausgetragen. Dominic Lehmann gewann den Wettbewerb im vergangenen Jahr. Besucher aus der gesamten Region und darüber hinaus zieht das Spektakel jedes Jahr an. Bis zu 1500 Gäste werden erwartet. Neben dem Teichfahren gehört auch das traditionelle Badewannenrennen zum Programm.

Das Bischdorfer Teichfahren gehört zu einer seltenen Brandenburger Tradition. Seit 1953 gibt es sie dort. Einen ähnlichen Wettbewerb gibt es auch im Elbe-Elster-Dorf Ossak.

Titelfoto: Leon Kopsch/dpa

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