Nach Koalitionsbruch: Brandenburger BSW wählt neue Spitze

Cottbus - Knapp fünf Monate nach dem Koalitionsbruch in Brandenburg wählt das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) beim Landesparteitag in Cottbus eine neue Spitze.

Im Januar war die Koalition von SPD und BSW in Brandenburg gescheitert. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa

Die Landesvorsitzende Friederike Benda (39) tritt wieder an. Sie hatte Ex-Landeschef Robert Crumbach (63), der inzwischen wieder bei der SPD ist, im Sommer 2025 abgelöst.

Benda hat einen Gegenkandidaten: den Kreisvorsitzenden von Ostprignitz-Ruppin, Rainer Gebauer (74).

Im Januar hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (64, SPD) die bundesweit einzige SPD/BSW-Koalition für beendet erklärt, nachdem es wochenlang Streit in der BSW-Landtagsfraktion sowie mehrere Austritte aus Partei und Fraktion gegeben hatte. Das BSW wirft der SPD vor, sie habe den Ausstieg gezielt geplant, um mit der CDU eine Koalition zu bilden.

Brandenburg Mann bei Streit in Cottbus totgeprügelt

Die Landeschefin sieht sich im bisherigen Kurs bestätigt. "Wir haben in den Umfragen, seitdem ich den Landesvorsitz übernehmen durfte, unsere Werte stabil halten können als BSW", sagte Benda der Deutschen Presse-Agentur. In Umfragen lag das BSW bei der Sonntagsfrage zuletzt bei acht Prozent.

Anzeige

Die BSW-Landesspitze fordert darüber hinaus in einem Antrag, dass sich die Landesregierung für diplomatische Initiativen gegenüber Russland einsetzt, um zeitnah wieder russische Energie zu importieren. Seit 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zudem geht es um Soforthilfen für kleinere Betriebe sowie die Begrenzung der Aufnahme von Flüchtlingen.

Mehr zum Thema Brandenburg: