Von Monika Wendel
Berlin - Die Natur in Brandenburg "spinnt" weiter: Nach der massiven Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners ist es jetzt auch an Kiefern zu einem Befall mit einem Schädling gekommen.
Der Kiefernprozessionsspinner entwickelt sich später im Jahr als die Raupen der Nachtfalter an Eichen, löst aber auch Gesundheitsbeschwerden aus.
In Neuruppin sei aktuell ein vermehrtes Auftreten beobachtet worden, teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit.
Der Hauptgefährdungszeitraum erstrecke sich für den Eichenprozessionsspinner von Mai bis Juli, für den Kiefernprozessionsspinner von Juli bis August.
Auch die Brennhaare dieser Raupen bei Kiefern können Hautreizungen und allergische Symptome auslösen.
Die Nester sind häufiger am Boden zu finden - der Eichenprozessionsspinner bleibt dagegen am Baum.
Auch für Hunde besteht Gefahr durch Kiefernprozessionsspinner
Auch im Landkreis Teltow-Fläming wurde zur Vorsicht wegen des Befalls von Kiefern aufgerufen.
Das Amt Brück meldete vor Kurzem, besonders in den Waldgemeinden Borkheide und Borkwalde seien vermehrt langhaarige Raupen auf den Bäumen und dem Boden zu beobachten, welche in langen Prozessionen - also Ketten - unterwegs seien.
Für Hunde besteht eine Gefährdung, da sich die Brennhaare am Boden verteilten und die Tiere durch Schnüffeln große Mengen in ihre oberen Atemwege aufnehmen könnten, hieß es vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Auch in Vorjahren war es in Waldgebieten zu Kahlfraß durch die Raupen des Kiefernspinners gekommen. Brandenburgs Wälder sind von Kiefern geprägt.