Tafeln in Brandenburg melden mehr Bedürftige: Teilweise Aufnahmestopps

Von Wilhelm Pischke

Potsdam - Die Tafeln in Brandenburg erleben seit einiger Zeit einen stärkeren Zulauf.

Die Tafeln in Brandenburg erleben seit Jahren eine steigende Nachfrage. (Symbolbild)  © Carsten Koall/dpa

"Die Nachfrage nach Lebensmittelhilfen steigt kontinuierlich an", sagte ein Sprecher der Tafel Brandenburg. Viele Stellen berichteten, "dass sie an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und teilweise Aufnahmestopps verhängen oder Lebensmittel rationieren müssen, um die gestiegene Zahl an Bedürftigen überhaupt noch versorgen zu können."

Die Probleme seien im gesamten Land sichtbar. "In ländlichen Räumen kann die Logistik eine Herausforderung sein", führte der Sprecher aus. In Ballungsräumen wie Potsdam oder Frankfurt (Oder) sei die absolute Zahl der Bedürftigen sehr hoch. Das führe oft zu langen Warteschlangen und Engpässen bei der Ausgabe.

Insbesondere durch Rentner und Geflüchtete steige die Nachfrage, erklärte der Sprecher. Zudem gingen die Lebensmittelspenden zurück und die Preise - etwa für Kraftstoff - stiegen.

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Um die Angebote der Tafeln nutzen zu können, müssen Bedürftige in der Regel einen Nachweis erbringen.

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"Jede Tafel prüft individuell, ob eine Berechtigung vorliegt", sagte der Sprecher. Üblicherweise würden dafür Bescheide für Bürgergeld, Grundsicherung im Alter oder Einkommensnachweise genutzt.

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