Von Wilhelm Pischke
Potsdam - Die Kältehilfe in Potsdam ist trotz eisiger Nächte gut aufgestellt. Die Streetworker betreuen obdachlose Menschen in der Stadt und bieten Hilfe wie Isomatten, Schlafsäcke, Decken oder warme Getränke an.
Die Straßensozialarbeit setzt auf "aufsuchende Straßenarbeit". "Wir sind schon den ganzen Winter mit den Leuten in Kontakt", sagt Jan Kirk vom Creso-Streetwork.
Die Helfer gehen gezielt zu den Menschen, um Hilfe anzubieten – nicht immer wird sie angenommen, oft jedoch dankbar. Viele Obdachlose sind einigermaßen auf die Kälte vorbereitet, manchmal muss aber der Rettungsdienst eingeschaltet werden, etwa bei Unterkühlung oder akuter Gefahr.
In Potsdam gibt es keine großen Lager für Obdachlose. Viele Menschen sind daher oft alleine unterwegs, was das Risiko in der Kälte erhöht.
Kirk lobt die Aufmerksamkeit der Bürger: Immer wieder werde dem Team gemeldet, wenn jemand Unterstützung braucht. Häufig seien es kleine Gesten, die helfen – "manchmal ist es nur ein Kaffee, ein Tee, eine Zigarette oder fünf Euro".
Wichtig sei es, die Menschen nicht zu übersehen. In akuten Notfällen solle immer der Rettungsdienst gerufen werden. Die Kältehilfe setzt auf Prävention, Präsenz und einfache menschliche Hilfe – besonders in frostigen Nächten zählt jedes Zeichen von Aufmerksamkeit.