Als ein Mann an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gehen will, klicken die Handschellen
Bremerhaven - Was als Traumreise in die Karibik beginnen sollte, endete für einen Mann noch vor Ablegen des Kreuzfahrtschiffs an der Columbuskaje in Bremerhaven.
Kurz bevor der Dampfer am Sonntag in See stechen wollte, standen die üblichen grenzpolizeilichen Ausreisekontrollen im Kreuzfahrtterminal an.
Gegen 14 Uhr erschien ein 26-Jähriger zu genau dieser Kontrolle, um anschließend auf den Ozeanriesen steigen zu können.
Sein Plan: Als Arbeiter an Bord des Kreuzfahrtschiffes anheuern und mit Kurs auf die Bahamas auslaufen.
Doch bei der routinemäßigen Überprüfung seiner Personalien platzte der Traum vom sonnigen Job auf See.
Im Fahndungssystem schlugen die Daten sofort Alarm: Die Amtsgerichte Augsburg und Nördlingen suchten den Mann bereits seit mehreren Wochen, teilte die Bundespolizei mit.
Bundespolizei nimmt gesuchten Arbeiter am Kreuzfahrtschiff fest
Der Grund: Gegen den 26-Jährigen lag nicht nur ein, sondern gleich zwei Haftbefehle vor. Ein Untersuchungshaftbefehl wegen räuberischen Diebstahls sowie ein weiterer Haftbefehl, weil er nach einer Verurteilung wegen Körperverletzung gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hatte.
Für den Mann ging es statt auf Kreuzfahrt direkt in Handschellen weiter. Die Bundespolizei nahm den Gesuchten noch vor Ort fest und übergab ihn an die Bremerhavener Landespolizei. Diese führe den 26-Jährigen dem Haftrichter vor.
Titelfoto: Sina Schuldt/dpa
