In dieser sächsischen Stadt wurde Glasfaser in Rekordzeit verlegt

Augustusburg - Überall hakt es mit dem Ausbau des schnellen Internet. Nicht so in Augustusburg
Ausbau in Rekordzeit: Darüber freuen sich Firmenchef Helmut Roßkopf (63), Bürgermeister Dirk Neubauer (48, SPD) und IT-Leiter Michael Kulbe (35, v.l.).
Ausbau in Rekordzeit: Darüber freuen sich Firmenchef Helmut Roßkopf (63), Bürgermeister Dirk Neubauer (48, SPD) und IT-Leiter Michael Kulbe (35, v.l.).  © Ralph Kunz

Die Kleinstadt schloss den Ortsteil Hennersdorf in nur sechs Wochen ans Glasfaserkabel an. Klingt wie ein Wunder, war aber "Trick 17": Die Stadt schob das Kabel einfach durch die Kabeltröge der Erzgebirgsbahn! Mit normalem Tiefbau hätte die Arbeit Monate gedauert.

Zuvor lief die Erschließung von Erdmannsdorf in Rekordzeit. "Wir nutzten VMS-Kabeltröge an der Drahtseilbahn", sagt Bürgermeister Dirk Neubauer (48, SPD). 

"Die Bahngesellschaften hatten sofort zugestimmt." 650 Haushalte können mit bis zu 100 MBit surfen. In Hennersdorf (150 Haushalte) ist dank Glasfaser sogar ein Gigabit möglich.

Erste Nutznießer des Turbo-Anschlusses sind die Firmen Onnen-Krieger sowie Rosskopf+Partner (hochwertige Oberflächen), mit 112 Mitarbeitern größter Arbeitgeber der Stadt. Firmensprecherin Heike Findeisen (34): "Für den Austausch brauchen wir das schnelle Internet. Zum Glück machten Dirk Neubauer, Erzgebirgsbahn und Eins Energie die Lösung möglich."

Hier kommt das schnelle Internet: Augustusburg verlegte die Kabel entlang der Bahnschienen.
Hier kommt das schnelle Internet: Augustusburg verlegte die Kabel entlang der Bahnschienen.  © argum/Thomas Einberger
Augustusburg (800 Haushalte) wird ab Frühjahr verglasfasert. Das Internetprojekt kostet fünf Millionen Euro. Bund und Land bezahlen alles. Dirk Neubauer freut sich: "Unsere kleine Stadt ist im Internet dank der Hilfe vieler auf der Überholspur." 

Titelfoto: Ralph Kunz

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