Diese wichtige Straße in Chemnitz soll bis 2028 zur Baustelle werden

Chemnitz - Auf einer der wichtigsten Einfallstraßen in den Chemnitzer Westen droht ab August ein Baustellen-Marathon. Die Zwickauer Straße in Kappel soll zwischen Schillstraße und Am Feldschlösschen auf knapp 500 Metern komplett erneuert werden. 20 Monate Bauzeit plant Bürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) – also bis weit ins Jahr 2028 hinein.

An der Ausfahrt des Straßenbahnmuseums enden die historischen Schmalspur-Schienen bislang an der Zwickauer Straße - künftig soll das Gleis wieder in die Fahrbahn führen.  © Ralph Kunz

Im Detail: Die Fahrbahn wird insgesamt sieben Meter breit, außerdem entstehen beidseitig Fahrradspuren.

Fußgänger bekommen neue Gehwege mit sicheren Überwegen und eine Fußgängerampel am Lidl-Markt. Grüner wird es mit 36 neuen Bäumen auch. Der Preis dafür trifft allerdings Autofahrer. Von 63 Parkplätzen verschwindet etwa die Hälfte.

Am Straßenbahnmuseum bekommt die Zwickauer Straße ein Stück Chemnitzer Verkehrsgeschichte zurück: Auf rund 130 Metern soll wieder ein Schmalspurgleis mit 925 Millimetern Spurbreite in die Fahrbahn eingebaut werden.

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Diese ungewöhnliche Spurweite prägte einst die alte Chemnitzer Straßenbahn, am früheren Betriebshof Kappel wurde im Jahr 2000 ein Verbindungsgleis herausgerissen.

Vier Millionen Euro kostet das Projekt, gut 600.000 Euro muss Chemnitz allein zahlen. Den Eigenanteil für das Schmalspurgleis zahlt die CVAG.

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CVAG-Chef Jens Maiwald (60): Das Verkehrsunternehmen muss das neue Schmalspurgleis (Kosten: 900.000 Euro) zum Teil selbst bezahlen.  © Uwe Meinhold

Kütter nennt die Pläne die "wirtschaftlichste Lösung und damit die Vorzugsvariante der Stadt". Der Stadtrat muss das Vorhaben Mittwoch in einer Woche noch billigen.

Wo sonst noch in Chemnitz gebaut wird, findet Ihr unter Chemnitz-Baustellen.

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