Chemnitz - Er steht seit Monaten wie ein mahnender Wächter aus Stahl in Chemnitz, doch messen darf er bis heute nicht. Der neue Superblitzer an der Kreuzung Bahnhof-/Annenstraße ist weiterhin "blind".
Nach Angaben der Stadt gibt es seit der Aufstellung im November technische Probleme. An deren Beseitigung werde seit Mitte der vergangenen Woche aber gearbeitet, möglicherweise könne die Anlage schon in dieser Woche scharf geschaltet werden.
Errichtet wurde der Superblitzer als kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlage vom Typ PoliScan. Solche Geräte sind im Stadtgebiet schon an drei anderen Standorten im Einsatz.
Die Kosten lagen nach früheren Planungen bei rund 125.000 Euro, inklusive Technik und Tiefbau, zuletzt war von Mehrkosten die Rede.
Der Standort ist aus Sicht der Stadt bewusst gewählt. Rund um die Zentralhaltestelle treffen zahlreiche Verkehrsarten auf engstem Raum zusammen: Straßenbahnen, Busse, Autos, Taxis, Radfahrer und vor allem viele Fußgänger.
Besonders sensibel sind die stark frequentierten Querungen zwischen Rathausstraße und Tietz-Eingang sowie zwischen Am Rathaus, Reitbahnstraße und dem Vorplatz des Moritzhofs.
Hinzu kommt: Auf der Bahnhofstraße gilt Tempo 40, der Bereich ist offiziell als Unfallhäufungsstelle eingestuft.