Ist der Eigentümer zu gierig? Pläne für Wanderer-Fabrik scheitern am hohen Kaufpreis

Chemnitz - Bleibt die Wanderer-Fabrik in der Zwickauer Straße für immer eine Ruine? Aktuell sieht es danach aus. Jüngst hatte Investor Jörg Mierbach (55) Interesse am Denkmal bekundet. Doch seine Visionen wurden schnell zerschlagen.

Der Maschinenraum ist nur ein kleiner Teil der rund 30.000 Quadratmeter großen Wanderer-Fabrik.
Der Maschinenraum ist nur ein kleiner Teil der rund 30.000 Quadratmeter großen Wanderer-Fabrik.  © Uwe Meinhold

Die Liste der Konzepte zur Wiederbelebung der Wanderer-Werke ist lang: Edeka-Markt, Loft-Wohnungen, Start-ups, Automobil-Center. Es gab Gespräche zwischen dem Berliner Eigentümer und mehreren Interessenten. Eine Einigung ist noch nicht zustande gekommen.

Auch der Chemnitzer Investor Jörg Mierbach hatte ein Auge auf die Denkmal-Perle geworfen. Mittlerweile hat er von einem Kauf Abstand genommen. 

"Der aufgerufene Kaufpreis ist unrealistisch. Man müsste ja pro Quadratmeter noch mal Tausende in die Hand nehmen, um Brandschutz, Fluchtwege und Traglast der Decken zu gewährleisten." 

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Angeblich fordert der Eigentümer eine Summe im mittleren achtstelligen Bereich.

Von den bisherigen Konzepten hält Mierbach nicht viel. "Wohnungen zum Beispiel sind schwierig, weil sich direkt gegenüber die Messe mit ihren vielen Veranstaltungen befindet." Er habe nach wie vor ein eigenes Konzept, das er nicht verraten will. 

Seit Jahren wartet die Wanderer-Fabrik an der Zwickauer Straße vergeblich auf ein neues Nutzungskonzept.
Seit Jahren wartet die Wanderer-Fabrik an der Zwickauer Straße vergeblich auf ein neues Nutzungskonzept.  © Ralph Kunz
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Baubürgermeister Michael Stötzer (47, Grüne) bestätigte, dass der Besitzer "zurückhaltend" agiere. Man wolle aber weiterhin versuchen, Eigentümer, Interessenten und Stadträte an einen Tisch zu bringen.

Titelfoto: Ralph Kunz

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