Nachfrage enorm! Chemnitz geht auf Beeren-Jagd

Chemnitz - Endlich werden sie reif! Chemnitzer stürmen die Erdbeerfelder. Dort sorgt die Witterung dieses Jahr für kuriose Fruchtfolgen.

Christine (69) und Hans-Dieter Herbst (70) pflückten auf dem Feld in Altenhain ihr Körbchen voll.
Christine (69) und Hans-Dieter Herbst (70) pflückten auf dem Feld in Altenhain ihr Körbchen voll.  © Kristin Schmidt

"Die Nachfrage ist enorm. Obwohl auf unserer Internetseite immer aktuell steht, welche Felder geöffnet sind und welche noch nicht, stand das Telefon nicht still. Am ersten Öffnungstag in Altenhain stand gefühlt halb Chemnitz vor dem Feld", sagt Claudia Funcke (50).

Der späte Frost ist für den Fehlstart in die Saison verantwortlich: "Dieses Jahr sind ausnahmsweise die späten Sorten zuerst reif. An unseren frühen Sorten sind im Mai die Blüten erfroren. Die Pflanzen haben zwar ein zweites Mal geblüht, doch diese Beeren sind noch grün."

Beim Fruchthof Hammer in Lichtenau reiften die frühen Früchtchen wegen Frostschäden zu krumpeligen Formen heran: "Daraus konnte ich nur noch Marmelade machen", sagt Chefin Bianca Scholz (35). "Seit dieser Woche geht es mit den anderen Sorten endlich voran. Dank des Regens sind die Früchte riesig."

Tim (1) bestaunte die schönen roten Beeren, die seine Schwester Juliane (15) gepflückt hat.
Tim (1) bestaunte die schönen roten Beeren, die seine Schwester Juliane (15) gepflückt hat.  © Kristin Schmidt
Bianca Scholz (35) vom Fruchthof Hammer freut sich über Erdbeeren wie aus dem Bilderbuch.
Bianca Scholz (35) vom Fruchthof Hammer freut sich über Erdbeeren wie aus dem Bilderbuch.  © Kristin Schmidt

Erdbeeren sind teurer

Hier geht's zum Erdbeer-Feld in Lichtenau, das seit dieser Woche geöffnet hat.
Hier geht's zum Erdbeer-Feld in Lichtenau, das seit dieser Woche geöffnet hat.  © Kristin Schmidt

Seit Montag ist das Feld in Lichtenau wochentags von 8 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Aber: "Bitte tagesaktuell auf unserer Internet-Seite www.fruchthof-hammer.de informieren. Wenn nicht genug Beeren nachreifen, öffnen wir das Feld nicht."

Viele Funcke-Felder haben wegen der verzögerten Reife derzeit nur vormittags geöffnet. So zum Beispiel in Altenhain an der B169. Das Feld in Klaffenbach öffnet frühestens Freitag.

Selbstpflücker müssen sich dieses Jahr auf etwas höhere Preise einstellen. An Funcke-Feldern kostet ein Kilo 3,95 Euro, in Klaffenbach 4,50 Euro. Beim Fruchthof Hammer zahlen Selbstpflücker derzeit noch 5 Euro pro Kilo. "Der Preis ist im Aufwand für besonders gesunde Früchte begründet. Wir spritzen keine Herbizide, hacken das Unkraut mit der Hand", so die Chefin. 

Titelfoto: Kristin Schmidt

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