Sie hat Brustkrebs: Doch Kasse streicht Vierfach-Mutter die Hilfe

Chemnitz - Als wäre ihr Schicksal nicht schon tragisch genug! Vierfach-Mutter Sophie Gerber (33) kämpft seit über einem Jahr gegen Brustkrebs. Ihr zur Seite stand in dieser Zeit der Notmütterdienst - bis die AOK die Finanzierung einstellte. Jetzt liegt die Hoffnung der Familie auf einer Spendenaktion.

Sophie Gerber (33) mit ihren Kindern Fritzi (5), Emil (8), Julian (13) und Bruno (4), sowie Ehemann Martin (36, v.l.) und Hund Dobby auf dem Brühl.
Sophie Gerber (33) mit ihren Kindern Fritzi (5), Emil (8), Julian (13) und Bruno (4), sowie Ehemann Martin (36, v.l.) und Hund Dobby auf dem Brühl.  © Sven Gleisberg

Sophie Gerber ging im Januar 2020 zum Arzt, weil sie sich unwohl fühlte. Damals arbeitete sie als Gruppenleiterin im Pflegedienst, meisterte den turbulenten Alltag mit vier Kindern (4, 5, 8 und 13).

Dann kam überraschend die Schock-Diagnose: Brustkrebs. Ein Tumor in der linken Brust, dazu Metastasen in der Lunge. "Es war von Anfang an klar, dass es ein schwerer Verlauf wird", sagt die Chemnitzerin heute.

Als Hauptverdienerin der Familie wurde sie von ihrem Arbeitgeber fristlos gekündigt. Doch Sophie Gerber gab nicht auf, kämpfte gegen die Krankheit, holte sich Unterstützung. Der Notmütterdienst half bei den vielen Haushaltsaufgaben. Doch vor einem Monat hat die AOK die Finanzierung gestrichen.

Begründung: Die maximale Dauer sei erreicht. "Frau Gerber hatte bis 31. Januar 2021 Haushaltshilfe erhalten. Damit ist der Zeitraum von 52 Wochen voll ausgeschöpft", so AOK-Sprecher Bernd Lemke.

Sophie will, dass es ihrer Familie finanziell gut geht

"Der Haushalt bleibt jetzt komplett an uns hängen", sagt Sophie Gerber. "Mein Mann arbeitet bald wieder voll, dann kommt er oft erst um 20 Uhr heim. Ich bin täglich in der Bestrahlung, da ist man einfach müde."

Ihr ist mittlerweile klar, dass sie nicht mehr völlig genesen wird. Zu den täglichen Anstrengungen kommt die Sorge um die Zukunft: "Mein Kleinster ist gerade mal vier Jahre alt und ich werde ihn nicht mehr ewig begleiten können", sagt sie.

Deshalb will sie für ihre Familie vorsorgen. "Wenn ich sterben sollte, soll Geld für meinen Mann und meine Kinder da sein."

Die "Familienkrebshilfe Sonnenherz" sammelt Spenden für Sophie Gerber. Wer helfen möchte - Spendenkonto: Familienkrebshilfe Sonnenherz gUG, IBAN: DE82 7002 2200 0020 2679 84, Fidorbank München, Verwendungszweck: "Helft Sophie". Weitere Infos unter: www.fkh-sonnenherz.de

Titelfoto: Sven Gleisberg

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