Chemnitz - Die Firmen- und Verbraucherpleiten in Sachsen steigen weiter an - Chemnitz liegt mitten im traurigen Trend. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl an Unternehmensinsolvenzen in der drittgrößten Stadt des Freistaates im Jahr 2025 um satte 20 Prozent. Für das erste Quartal dieses Jahres sieht es noch düsterer aus.
Die Zahlen des Statistischen Landesamtes sprechen für sich: Hatte es in Chemnitz 2024 noch 60 Insolvenzverfahren gegeben, so waren es ein Jahr darauf bereits 72 Verfahren - das bedeutet einen Anstieg um ein Fünftel.
Auch bei den Verbraucherinsolvenzen gibt es eine Steigerung von 592 auf 695 Verfahren, wobei die Gesamtsumme der voraussichtlichen Forderungen 84,9 Millionen Euro beträgt.
Laut Insolvenzrichterin Brigit Feuring (58) ist ein Ende des Pleite-Anstiegs nicht in Sicht: "Der Trend geht weiter nach oben", so die Juristin - auch im Hinblick auf dieses Jahr. So gibt es laut Feuring bereits im ersten Quartal 2026 einen Anstieg von rund 30 Prozent bei Insolvenzverfahren im Hinblick auf das vergangene Jahr.
Die Ursachen sind bei Unternehmenspleiten weiterhin große Schwierigkeiten aufgrund der wirtschaftlichen Lage. Bei Privatinsolvenzen ist ein Grund für den Verfahrensanstieg, dass laut Feuring noch immer viele Kreditgeber zu großzügig gegenüber Verbrauchern seien - und damit die Abwärtsspirale vorantreiben.