Neue Pläne aufgetaucht: Wird das Congress-Hotel in Chemnitz zum Studentenwohnheim?

Chemnitz - Nach der überraschenden Schließung des Congress Hotels herrschte große Ungewissheit: Was hat der Eigentümer, der Immobilienkonzern Aroundtown SA mit Sitz in Luxemburg und Berlin, mit dem Wahrzeichen der Chemnitzer Innenstadt vor? Jetzt gibt es erste Indizien.

Bonjour, Tristesse: Seit der Schließung Ende Januar ist das Congress Hotel verwaist.
Bonjour, Tristesse: Seit der Schließung Ende Januar ist das Congress Hotel verwaist.  © Uwe Meinhold

Im Portfolio des Unternehmens wird das einstige Kongresshotel derzeit als "Entwicklungsprojekt" aufgelistet. Konkret gehe es um eine "Teilsanierung mit Umbau" der 13.000 Quadratmeter großen Immobilie.

Firmen-Unterlagen weisen eine zukünftige Mischnutzung aus - neben Hotelbetrieb soll es auch Wohnungen und sogar ein Studentenwohnheim geben.

Wie lange ein solcher Umbau dauern und was er kosten würde, teilte das Unternehmen bislang nicht mit. "Derzeit finden umfangreiche Gespräche zum Congress Hotel statt", bestätigte das Rathaus auf Nachfrage.

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Zu den konkreten Umbauplänen äußern sich aber weder Unternehmen noch Stadtverwaltung: "Aus diesem Grund können derzeit keine weiterführenden Angaben gemacht werden."

Auch das Studentenwerk Chemnitz ist in mögliche Wohnheimpläne bislang nicht eingebunden: "Dazu ist mir nichts bekannt", antwortete Geschäftsführerin Anja Schönherr.

Der einzige Wolkenkratzer von Chemnitz (26 Etagen) wurde 1974 als Interhotel eröffnet - damals mit 738 Betten, zuletzt waren es noch 226.

Eines der Zimmer von innen - damals noch als Dorint Hotel. Nächtigen hier bald auch Studenten?
Eines der Zimmer von innen - damals noch als Dorint Hotel. Nächtigen hier bald auch Studenten?  © Uwe Meinhold
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Von der Schließung waren 40 Mitarbeiter betroffen. Sie demonstrierten öffentlich.
Von der Schließung waren 40 Mitarbeiter betroffen. Sie demonstrierten öffentlich.  © Ralph Kunz

Seine Schließung vor wenigen Wochen löste große Proteste aus, die bis heute andauern. Hauptvorwurf: Der letzte Hotelbetreiber, die GCH Hotel Group, habe die Geschäfte im Januar 2024 nur übernommen, um den Umsatz auf dem Kulturhauptstadtjahr mitzunehmen, ohne die seit Langem notwendigen Sanierungskosten stemmen zu wollen.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Uwe Meinhold

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