Industriefirma Scholpp in Chemnitz setzt bei Fachkräften auf Ukrainer

Chemnitz - Die Lösung des Fachkräftemangels liegt nahe: Der Industriedienstleister Scholpp in Chemnitz setzt auf geflüchtete Ukrainer.

Die Firma Scholpp bringt Mitarbeitern aus der Ukraine selbst Deutsch bei. Im Foto: Sprachschüler mit Ruslan Ruhl und Geschäftsführerin Fleur Pahl (44).
Die Firma Scholpp bringt Mitarbeitern aus der Ukraine selbst Deutsch bei. Im Foto: Sprachschüler mit Ruslan Ruhl und Geschäftsführerin Fleur Pahl (44).  © Scholpp GmbH

Viele Firmen trauen sich nicht an diese Fachkräfte heran, befürchten Sprach- und Qualifikationshürden.

Scholpp stellt sie trotzdem ein. Inzwischen stammen in Chemnitz 28 von 300 Mitarbeitern aus der Ukraine.

"Wir suchen weitere Monteure, Lkw-Fahrer, Elektriker oder Bürofachkräfte, 100 Leute - gerne auch aus der Ukraine", sagt Geschäftsführer Steffen Kühn (56).

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Kühn, selbst Kind einer Flüchtlingsfamilie aus Ostpreußen, organisierte zu Kriegsbeginn einen Hilfstransport in die Ukraine, kam in Kontakt mit Ukrainern.

"Dann lebte eine Familie bei mir. So fleißig und bescheiden - ich stellte den Mann ein. Danach 27 weitere." Sogar einen ukrainischen Arzt beschäftigt Scholpp. Weil er hier nicht praktizieren darf, arbeitet er als Monteur.

"Erst heute führten wir wieder vier Bewerbungsgespräche mit Ukrainern", sagt Steffen Kühn. Es sieht gut aus ...

Titelfoto: Scholpp GmbH

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