Entdeckungs-Pfad für Chemnitzer Kulturhauptstadt bekommt Figurenpaar

Chemnitz - Der Kunst- und Skulpturenpfad "Purple Path" ("Purpur-Pfad") wächst um ein weiteres Projekt: Zum Kulturhauptstadtjahr 2025 soll das Figurenpaar "Bergmann und Engel" die Bergbautradition der Region in Kirchen repräsentieren und neu interpretieren. Dazu werden in den kommenden Jahren mehrere Ausfertigungen in verschiedensten Materialien produziert.

Künstlerin Christina Doll (50) hat für das Kulturhauptstadtjahr bereits einen ersten Entwurf des Figuren-Paares "Bergmann und Engel" kreiert.
Künstlerin Christina Doll (50) hat für das Kulturhauptstadtjahr bereits einen ersten Entwurf des Figuren-Paares "Bergmann und Engel" kreiert.  © Kristin Schmidt

"Mit dem Motiv 'Bergmann und Engel' greifen wir den Bergbau auf, der hier in der Region beispielsweise durch die Wismut bekannt ist", sagt die freischaffende Künstlerin Christina Doll (50), die durch ihren Großvater auch Wurzeln im Erzgebirge hat.

Für das Großprojekt "Purple Path" fertigte sie das Skulpturen-Paar, das bereits seit dem 16. Jahrhundert zur spirituellen Grundausstattung des Erzgebirges gehört. So war der aus Zinn gefertigte Bergmann früher in Kirchen zu finden, der Engel wurde zum Lichterfest an seine Seite gestellt.

"Die Bergarbeiter müssen auf die Engelskräfte vertrauen, um wieder heil aus dem Bergwerk herauszukommen", erklärt Doll den Zusammenhang zwischen beiden Skulpturen.

So will die Kulturhauptstadt Chemnitz mit 430.000 Euro mehr Bürger-Projekte einbinden
Chemnitz2025 So will die Kulturhauptstadt Chemnitz mit 430.000 Euro mehr Bürger-Projekte einbinden

Diese Tradition möchte die 50-Jährige in Chemnitz zum Kulturhauptstadtjahr wiederbeleben und plant daher die Ausfertigung der Figuren-Gruppe mit unterschiedlichsten Materialien.

Das Gipsmodell des Engels: Bergarbeiter aus dem Erzgebirge vertrauten früher auf die Kräfte der biblischen Figur.
Das Gipsmodell des Engels: Bergarbeiter aus dem Erzgebirge vertrauten früher auf die Kräfte der biblischen Figur.  © Kristin Schmidt

Kurator Alexander Ochs (68) erklärt: "Neben Zinn sind auch Bronze und Glas angedacht."

Titelfoto: Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Chemnitz2025: