Groß, bunt, laut: Kulturhauptstadt Chemnitz verabschiedet sich mit riesiger Party
Chemnitz - Groß, laut und bunt - so verabschiedete sich die Kulturhauptstadt (KuHa) am Samstag. Die Innenstadt glich dabei einem einzigen Festplatz: Tausende Besucher strömten zum großen Finale.
Bereits am Nachmittag wurde es festlich: Mehr als 1000 Bergleute stimmten zur Europäischen Bergparade gemeinsam das Steigerlied an. Trachtenträger, Bergmusiker und Chöre zogen durch die Innenstadt und läuteten das Finale des Kulturhauptstadtjahres ein. Rund 22.000 Menschen verfolgten das Spektakel.
Gegen 17 Uhr sangen mehr als 6000 Besucher Weihnachtslieder am Theaterplatz. Um 20 Uhr begann die große Abschluss-Show auf der Brückenstraße. Die Veranstalter blickten auf ein aufregendes Jahr zurück. Auch Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) zogen Bilanz.
"Die Energie dieses Jahres war überwältigend. Überall habe ich Begeisterung, Mut und eine beeindruckende gestalterische Kraft erlebt. Dieses Engagement hat nicht nur Chemnitz verändert, sondern den ganzen Freistaat", sagte Kretschmer.
OB Sven Schulze (54, SPD) zeigte sich ebenfalls begeistert: "Chemnitz 2025 war ein Jahr, das wir alle nie vergessen werden. Es hat gezeigt, was möglich ist, wenn eine Stadt und eine ganze Region gemeinsam an einem großen Ziel arbeiten."
4000 Besucher verfolgten die Abschluss-Show am Nischel. Insgesamt zählte die Stadt am Samstag rund 36.000 Menschen, die den letzten Tag des Kulturhauptstadtjahres feierten.
Polizeipräsident: "Vielzahl verschiedenster Veranstaltungen war für die Polizei eine besondere Herausforderung"
Auch die Polizei zog Bilanz. Polizeipräsident Carsten Kaempf (57) sprach von einem besonderen Einsatzjahr, dass den Beamten positiv in Erinnerung bleibe. "Die Vielzahl verschiedenster Veranstaltungen im Jahresverlauf war auch für die Polizei eine besondere Herausforderung. Diese konnten wir mit Unterstützung aller anderen sächsischen Polizeidienststellen, den Veranstaltern und nicht zuletzt der Stadt Chemnitz gemeinsam bewältigen", sagte Kaempf.
Übrigens: Auch in den kommenden Tagen stehen noch einige Veranstaltungen an. So öffnen im Dezember noch zahlreiche Werkstätten und Ateliers ihre Türen.
Am 5. Dezember übergeben die beiden europäischen Kulturhauptstädte, Chemnitz und Nova Gorica/Gorizia den symbolischen Staffelstab an Oulu 2026 in Finnland und an Trenčin 2026 in der Slowakei.
Die Stadt will den Schwung der KuHa mitnehmen - auch im kommenden Jahr soll es zahlreiche Veranstaltungen und Programmpunkte geben. Bis Mitte 2026 wird ein Plan erarbeitet, wie es langfristig weitergeht.
Titelfoto: Bildmontage: Hendrik Schmidt/dpa (3)

