"Karten auf den Tisch": AfD will KuHa-Chefs zur Rechenschaft ziehen

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Chemnitz - Jetzt wird es für das Chemnitzer Prestige-Projekt Kulturhauptstadt richtig unangenehm: Nach dem Bericht der städtischen Rechnungsprüfer zur KuHa-Gesellschaft will die AfD im Stadtrat nachfassen und mögliche Schadensersatzansprüche gegen die Geschäftsführung prüfen lassen. Das Rechnungsprüfungsamt hatte stichprobenhaft die Förderjahre 2021 bis 2023 geprüft und Ungereimtheiten festgestellt.

AfD-Stadtrat Ronny Licht (48) legt beim Prüfbericht zur KuHa-Gesellschaft nach: Für ihn ist noch lange nicht klar, ob bei Kontrolle und Mittelverwendung alles sauber lief.
AfD-Stadtrat Ronny Licht (48) legt beim Prüfbericht zur KuHa-Gesellschaft nach: Für ihn ist noch lange nicht klar, ob bei Kontrolle und Mittelverwendung alles sauber lief.  © Uwe Meinhold

Stadtrat Ronny Licht (48) fordert: "Die Karten müssen klar auf den Tisch gelegt werden, ob bis 2025 alles gepasst hat oder nicht." Vieles sei bei der KuHa aus Steuergeldern finanziert worden. Die Stadt habe sich mit rund 33 Millionen Euro an der KuHa beteiligt.

Licht verlangt deshalb, es müsse geprüft werden, "ob Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorlagen". Dabei seien "Schadensersatzansprüche ebenso abzuwägen wie rechtliche Konsequenzen für die handelnden Verantwortlichen".

Im Prüfbericht heißt es, es bestehe "das Risiko, dass nicht alle Ausgaben als zuwendungsfähig eingestuft werden können". Für 2022 wurden demnach Ausgaben festgestellt, die "der wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung widersprachen" oder einem anderen Projekt zuzuordnen gewesen seien.

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Konkret geht es um knapp 6000 Euro: einen Verspätungszuschlag bei der Lohnsteuer, Bewirtungskosten zum zweiten Jahrestag des KuHa-Titelgewinns und Reisekosten für Berater.

"Prüfung laufe noch", so das Rathaus

Nimmt das Projekt Kulturhauptstadt ein juristisches Ende?
Nimmt das Projekt Kulturhauptstadt ein juristisches Ende?  © Kristin Schmidt
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Das Rathaus bremst: "Die endgültige Zuwendungsfähigkeit wird erst durch den Fördermittelgeber festgestellt." Diese Prüfung laufe noch. Man gehe davon aus, "dass kein Risiko für Rückforderungen besteht und kein finanzieller Schaden für die Stadt entsteht".

Die Posten seien "zur Projektrealisierung notwendig, üblich und angemessen". Der Stadtrat hat den Vorstoß am 27. Mai auf dem Tisch.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Kristin Schmidt

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