Katerstimmung nach der Party? Das ist vom KuHa-Jahr übrig geblieben

Chemnitz - Fast drei Monate ist das Kulturhauptstadt-Jahr in Chemnitz jetzt vorbei. 2025 feierte sich die Stadt noch als kreatives Zentrum Europas, lockte Hunderttausende Besucher an und versprach nachhaltige Impulse. Doch was ist vom großen Festjahr geblieben - und was können Touristen aktuell überhaupt noch davon sehen?

KuHa-Sprecherin Mareike Holfeld (52) gibt einen Überblick, was Chemnitz aktuell zu bieten hat.  © Sven Gleisberg

"Das größte bleibende Projekt von Chemnitz 2025 ist der Kunst- und Skulpturenweg Purple Path", sagt KuHa-Sprecherin Mareike Holfeld (52). In Chemnitz und 38 Kommunen der Region stehen weiterhin zahlreiche Werke im öffentlichen Raum.

"Diese einzigartige Ausstellung wird sich in den kommenden Jahren zu einem weiteren Tourismusmagneten entwickeln", so Holfeld.

Auch einige 2025 neu geschaffene oder belebte Orte sind weiter in Betrieb: Die Hartmannfabrik, der Garagen-Campus und die Stadtwirtschaft sollen regelmäßig bespielt werden. Allerdings sind die Veranstaltungskalender derzeit noch überschaubar.

Chemnitz 2025 Kulturhauptstadt Was bleibt in Chemnitz nach 2025? "Man muss Neues wagen und Bewährtes integrieren"

Ein konkreter Anlaufpunkt für Touristen, die sich ein Stück KuHa 2025 anschauen wollen, ist das sanierte Karl Schmidt-Rottluff Haus samt Ausstellung. Sichtbar im Stadtbild bleiben zudem die elf Fassadenbilder des Projekts "Hallenkunst".

Holfeld: "Die als Chemnitz 2025 Projekt entstandene Ausstellung 'Offener Prozess' im Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex wird ebenso weiterhin gezeigt."

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Im KuHa-Jahr kamen so viele Touristen in die Stadt wie nie zuvor. Kann der Effekt anhalten?  © Kristin Schmidt
Die bunten Fassadenbilder in der Stadt entstanden im Rahmen des "Public Moral Art"-Programms der Kulturhauptstadt.  © Kristin Schmidt
Die Kunstwerke des Purple Path sollen sich in den nächsten Jahren zu Touristenmagneten entwickeln.  © Uwe Meinhold
Die Ausstellung im Karl Schmidt-Rottluff Haus hat 2025 viele Besucher angelockt.  © Uwe Meinhold

So läuft die KuHa hinter den Kulissen weiter

Im Garagen-Campus fanden 2025 viele Veranstaltungen statt. Das soll auch in Zukunft so sein.  © Ralph Kunz

Eines der größten Projekte des vergangenen Jahres waren die #3000Garagen. Der Parcours zwischen den zehn Standorten ist zwar abgebaut, aber ein Kunstwerk gibt es noch zu sehen: Die Installation "Fischelant" ist bis Ende 2026 im Museum für sächsische Fahrzeuge ausgestellt.

Und auch hinter den Kulissen läuft 2025 weiter: Ein neuer Aufruf für Mikroprojekte wurde vergangene Woche eröffnet. Vereine, Initiativen und engagierte Personen können bis 31. März bis zu 2500 Euro für ihre Ideen beantragen. Bewerbungen können unter chemnitz2025.de eingereicht werden.

Die Projekte gehen laut Holfeld dann aber frühestens im Mai an den Start.

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