Was bleibt in Chemnitz nach 2025? "Man muss Neues wagen und Bewährtes integrieren"

Chemnitz - Die Frage "Was bleibt von der Kulturhauptstadt?" wollten viele Bürger offenbar wirklich beantworten. Rund 80 Menschen schickten der SPD-Fraktion ihre Meinung per Postkarte zurück. Das Ergebnis: überwiegend positive Rückmeldungen, Kritik blieb sachlich.

Martin Dulig (51), kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, präsentiert die Umfrage: Chemnitz ist zufrieden und will mehr davon.
Martin Dulig (51), kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, präsentiert die Umfrage: Chemnitz ist zufrieden und will mehr davon.  © Ralph Kunz

Für Martin Dulig (SPD, 51) ein klarer Hinweis: "Die Leute spüren tatsächlich, was in all den offiziellen Bilanzen steht."

Doch für den Ex-Staatsminister ist klar: Chemnitz darf jetzt nicht stehen bleiben. Dulig sieht große Chancen in einer neuen Biennale, die alle zwei Jahre stattfinden und den "Geist der Kulturhauptstadt" langfristig weitertragen soll.

Viele erfolgreiche Projekte könnten so in einer festen Struktur weiterleben und weiter wachsen. "Man muss Neues wagen und Bewährtes integrieren. Sonst verbraucht sich das alles in ein paar Jahren", so Dulig.

Diskussion um das Kulturhauptstadt-Vermächtnis in Chemnitz
Chemnitz 2025 Kulturhauptstadt Diskussion um das Kulturhauptstadt-Vermächtnis in Chemnitz

Im Haushalt für 2026 stehen bislang zwar 900.000 Euro bereit, aber für eine Biennale wären nach Einschätzung der Fraktion mindestens vier bis sechs Millionen Euro jährlich notwendig.

Deshalb fordert Dulig schnelle Entscheidungen. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, solange Chemnitz europaweit im Fokus stehe.

Die spektakuläre Eröffnungsfeier setzte den Startschuss für das Kulturhauptstadtjahr 2025.
Die spektakuläre Eröffnungsfeier setzte den Startschuss für das Kulturhauptstadtjahr 2025.  © Uwe Meinhold
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Für ihn ist die Biennale mehr als ein Kulturtag: Chemnitz könne sich dauerhaft als kulturelles Kraftzentrum neben Dresden und Leipzig positionieren - mit eigener Geschichte, eigener Erzählung und klarem Anspruch, europaweit sichtbar zu bleiben.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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