Wie geht's weiter im KuHa-Vorzeigeprojekt? Chemnitzer Garagen-Campus sucht einen neuen Betreiber
Chemnitz - Der Garagen-Campus war im Kulturhauptstadt-Jahr 2025 eine der wichtigsten Interventionsflächen. Doch der Veranstaltungsplan des einstigen Hotspots für Events, Kunst und Kultur ist seit Monaten auffällig dünn. Wie geht es mit dem Gelände weiter?
"Der Garagen-Campus ist als neuer Veranstaltungsort vorgesehen. Dort finden weiterhin regelmäßig Veranstaltungen statt, zudem können die Flächen für Events gemietet werden", sagt KuHa-Sprecherin Mareike Holfeld (52).
Noch im März soll dort ein wöchentliches Tanztraining-Angebot des Projekts "Tanzende Nachbarn" starten. Laut Katharina von Storch (30) vom Garagen-Campus-Team liege ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr auf der Arbeit mit Vereinen und gemeinnützigen Initiativen. Zusätzlich seien eine Bar, ein Café und ein offener Biergarten im Frühjahr und Sommer geplant.
Dass der Garagen-Campus weiter bestehen muss, ist auch im Legacy-Plan festgeschrieben. Das Rahmenkonzept sieht jährlich bis zu zwei Millionen Euro vor, um das Vermächtnis der KuHa zu finanzieren.
Fläche bis Jahresende von CVAG bewirtschaftet
"Damit sind die verpflichtenden Aufgaben aus Chemnitz 2025 abgedeckt", heißt es darin. Dazu zähle neben der Bewirtschaftung der Hartmannfabrik auch die Pflege der Interventionsflächen, etwa des Garagen-Campus.
Wer den Campus künftig betreiben wird, ist allerdings trotzdem offen. Die Fläche soll nur noch bis Ende des Jahres vom Eigentümer, der CVAG, bewirtschaftet werden.
Danach ist ein neuer Betreiber vorgesehen: "Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen für ein zweistufiges Vergabeverfahren vorbereitet. Das Vergabeverfahren soll noch im März dieses Jahres beginnen", so CVAG-Sprecherin Juliane Kirste.
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Was bedeutet eigentlich "Legacy"?
"Legacy" bezeichnet das Vermächtnis von "Chemnitz 2025" – also das, was von der Kulturhauptstadt langfristig bleiben soll.
Ziel ist es, Orte, Projekte und Strukturen, die im Kulturhauptstadtjahr entstanden sind, dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu zählen etwa die Interventionsflächen, aber auch zahlreiche Programme und Initiativen, die Kunst, Bildung und Beteiligung in der Stadt sichtbar gemacht haben.
Das Rahmenkonzept soll sicherstellen, dass Chemnitz 2025 nicht nur ein einmaliger Höhepunkt bleibt. Das Jahr 2026 gilt dabei als "Brückenjahr" zwischen dem Kulturhauptstadtjahr und der Etablierung langfristiger Projekte.
Titelfoto: Uwe Meinhold