CVAG-Warnstreik geht weiter: Am Freitag bleiben Bus und Bahn stehen

Chemnitz - Am Freitag steht Chemnitz erneut still – zumindest die Öffis.

Erst am 2. Februar hatten CVAG-Mitarbeiter die Betriebshöfe in Adelsberg und auf der Werner-Seelenbinder-Straße bestreikt.  © Sven Gleisberg

Die CVAG schreibt auf ihrer Homepage, dass der ÖPNV von Freitag Mitternacht bis Samstag 3 Uhr früh wieder bestreikt wird. Es sei damit zu rechnen, "dass es infolge des Warnstreiks zu erheblichen Einschränkungen und Ausfällen im gesamten Liniennetz kommen wird."

Derzeit könne man noch keine konkreten Informationen zu betroffenen Linien geben. "Wir werden Sie schnellstmöglich über aktuelle Entwicklungen und betroffene Bus- und Bahnlinien informieren", heißt es weiter.

Für viele Pendler bedeutet das wie schon am 2. Februar: keine Straßenbahn, kein Bus, keine gewohnte Fahrt zur Arbeit oder Schule.

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Ver.di will mit dem bundesweiten Warnstreik den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber erhöhen. "Die Verhandlungen kommen insgesamt kaum voran, obwohl es in einzelnen Bereichen schon vier Runden gab", so Bundes-Vize-Chefin Christine Behle (57).

"Das ist mehr als enttäuschend – offenbar verstehen die Arbeitgeber immer noch nicht, dass es auf Dauer keine funktionierende ÖPNV-Daseinsvorsorge mehr geben kann, wenn wir jetzt nicht entscheidend die Arbeitsbedingungen verbessern."

Die Gewerkschaft fordert eine Wochenarbeitszeit von 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, längere Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

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Die Arbeitgeberseite weist die Forderungen bisher als finanziell schwer umsetzbar zurück, doch die Fronten im Tarifstreit bleiben hart.

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