Blitzeinbruch in Chemnitzer Fahrrad-Laden: Mit SUV durch die Schaufensterscheibe

Chemnitz - Die Chemnitzer Ordnungshüter konnten am Montagmorgen nach einem Blitzeinbruch in ein Fahrradgeschäft im Röhrsdorfer Gewerbegebiet einen schnellen Fahndungserfolg verzeichnen.

In Chemnitz-Röhrsdorf ist am Montagmorgen mithilfe eines SUV eingebrochen worden.
In Chemnitz-Röhrsdorf ist am Montagmorgen mithilfe eines SUV eingebrochen worden.  © haertelpress / Harry Härtel

Was war eigentlich genau passiert? Nach einem Zeugenhinweis eilten Polizisten zu einem Getreidefeld in Röhrsdorf. Dort fanden sie einen verlassenen und stark beschädigten Hyundai Tucson vor, jedoch fehlte vom Fahrer jegliche Spur.

Eine Überprüfung ergab, dass nicht nur die Kennzeichen gestohlen waren, sondern der SUV am vergangenen Wochenende aus Schloßchemnitz seinem rechtmäßigen Besitzer geklaut wurde.

Nach der Sicherstellung des Hyundais hielten die Beamten im Umfeld Ausschau nach dem flüchtigen Fahrer.

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Dabei fiel ihnen das Fehlen einer großen Schaufensterscheibe eines Geschäfts auf, in dem unter anderem Fahrräder verkauft werden. Nach einer ersten Auswertung der Spuren wurde die Scheibe gewaltsam zerstört. Vor Ort fanden die Ermittler zudem eine Heckscheibe, die schließlich dem Hyundai zugeordnet werden konnte.

"Somit war auch aufgrund der Beschädigungen an dem blauen Auto klar, dass die Täter mit dem SUV rückwärts in das Geschäft gefahren waren. Mitarbeiter des Geschäfts stellten überdies das Fehlen von zwei hochwertigen E-Mountainbikes im Gesamtwert von ca. 12.000 Euro sowie einen einbruchsbedingten Sachschaden von gut 15.000 Euro fest", so ein Polizeisprecher.

Während Spezialisten den SUV untersuchten und zur Spurensicherung im Geschäft anrückten, fiel weiteren eingesetzten Polizisten in Schloßchemnitz ein 19-Jähriger mit einem hochwertigen E-Mountainbike auf.

"Als der einschlägig für Fahrraddiebstähle bekannte Deutsche die Polizisten erblickte, warf er das Fahrrad beiseite, flüchtete zu Fuß und konnte in der Folge auch nicht mehr gestellt werden", so der Sprecher weiter.

Ist der 19-Jährige für weitere Straftaten in Chemnitz verantwortlich?

Eine Überprüfung des Mountainbikes ergab, dass dieses aus dem Röhrsdorfer Geschäft stammte. Die Flucht des 19-Jährigen war nicht von langer Dauer. Im Zuge der Fahndung konnte er gegen Mittag schließlich auf dem Sonnenberg gestellt und vorläufig festgenommen werden.

Auf Antrag der Chemnitzer Staatsanwaltschaft wurde der Jugendliche einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Chemnitz vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Deutschen, der sich mittlerweile in einer sächsischen Jugendstrafvollzugsanstalt befindet.

Gleichzeitig laufen die Ermittlungen der Kriminalisten weiter, da nicht auszuschließen ist, dass der 19-Jährige die Taten mit einem oder mehreren Komplizen durchgeführt hat.

Zusätzlich wird nicht noch eine Unfallflucht geprüft, wobei der blaue Hyundai als Verursacher für sieben in der Nacht von Freitag zu Samstag in der Salzstraße gerammte Fahrzeuge in Betracht kommt. Der an den sieben abgestellten Fahrzeugen entstandene Sachschaden beläuft sich in Summe auf circa 2500 Euro.

Titelfoto: haertelpress / Harry Härtel

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