E-Ladesäulen in Chemnitz außer Betrieb: Kabel abgeschnitten und gestohlen

Chemnitz - Nachdem die Polizei zahlreiche Diebstähle von Ladekabeln an E-Ladesäulen in Chemnitz aufklären konnte, kam es in den vergangenen Tagen zu ähnlichen Vorfällen.

In der Müllerstraße sowie in der Limbacher Straße sind die E-Ladesäulen derzeit außer Betrieb.  © Haertelpress

In der Müllerstraße wurden im Zeitraum zwischen Freitagabend und Montagvormittag vier Ladekabel von zwei E-Ladesäulen abgeschnitten. Anschließend verschwanden die unbekannten Diebe unbemerkt mit den Kabeln im Gepäck, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Konkrete Angaben zum Stehl- und Sachschaden liegen noch nicht vor.

Auch in der Limbacher Straße machten sich Unbekannte an zwei E-Ladesäulen zu schaffen. Sie schnitten ebenfalls die Ladekabel ab und verschwanden samt Diebesgut.

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Hier entstand ein Stehlschaden von etwa 100 Euro. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 4200 Euro.

Die Polizei hat die Ermittlungen in beiden Fällen aufgenommen und prüft mögliche Zusammenhänge mit weiteren, zurückliegenden Taten.

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Tatverdächtiges Trio im Gefängnis

In 21 Fällen konnten insgesamt sieben Tatverdächtige ermittelt werden.  © Haertelpress

Dazu zählen auch zahlreiche Diebstähle von Ladekabeln an E-Ladesäulen, die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres im Chemnitzer Stadtgebiet geklaut wurden. Im Zuge der Aufklärungsarbeit konnten insgesamt sieben deutsche Tatverdächtige (w/35, 2x m/25, m/30, m/31, m/37, m/41) ermittelt werden.

Gegen drei von ihnen (w/35, m/25, m/31), die bereits im Vorfeld mit Eigentumsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, wurde bereits Haftbefehl erlassen. Das Trio sitzt mittlerweile im Gefängnis.

Die Auswertung etlicher Videoaufnahmen und zahlreiche Vernehmungen mit Zeugen führte die Polizei letztendlich zu den mutmaßlichen Dieben.

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Den sieben Tatverdächtigen können insgesamt 21 Tathandlungen nachgewiesen werden. Dabei gingen sie zum Teil gemeinschaftlich unter wechselnder Beteiligung und teilweise auch alleine vor.

"Eine politische Motivation der Tatverdächtigen kann ausgeschlossen werden. Vielmehr nutzten diese das Diebesgut zum Weiterverkauf", teilte die Polizei mit. Unter anderem auch, um ihren Drogenkonsum finanzieren zu können.

Den geschädigten Firmen entstand laut Polizeiangaben dadurch insgesamt ein Schaden von rund 200.000 Euro.

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