Shoppingtour mit geklauten Geldkarten: Tatverdächtiger in Haft
Chemnitz - Am Montag brach ein 40-jähriger Mann zunächst in ein Geschäft in Chemnitz ein und ging anschließend mit der geklauten EC-Karte in einer Einkaufspassage auf Shoppingtour.
Der 40-Jährige hat sich laut Polizeiinformationen am Vormittag gegen 8.30 Uhr Zutritt in ein Wohn- und Geschäftshaus in der Ludwigstraße verschafft.
Dort hebelte er die Zugangstür zu den Gewerberäumlichkeiten auf und durchsuchte diese nach Brauchbarem. Mit mehreren hundert Euro Bargeld und Geldkarten verschwand der Kasache anschließend.
Kurz darauf hob der mutmaßliche Dieb mit einer der geklauten Karten an einem Geldautomaten in einer Einkaufspassage an der Hartmannstraße mehrere hundert Euro ab.
Doch damit noch nicht genug. Anschließend betrat er ein Geschäft, in dem er mit einer zweiten Geldkarte Schmuck im Wert von etwa 700 Euro kaufte.
Aufgrund seines augenscheinlich nervösen Verhaltens wurde ein Mitarbeiter des Geschäfts misstrauisch und der 40-Jährige verschwand ohne den Schmuck in unbekannte Richtung.
Ermittlungen unter anderem wegen des besonderen schweren Falls des Diebstahls
Mithilfe einer Überwachungskamera der Einkaufspassage konnte der Tatverdächtige - ein 40-jähriger Kasache - schnell identifiziert werden.
Am Montagnachmittag führten die Fahndungsmaßnahmen zum Erfolg: Im Bereich der Reichstraße wurde der Tatverdächtige entdeckt und am Bahnhof Chemnitz-Mitte letztlich gestellt. Dabei fanden die Einsatzkräfte neben dem Bargeld von einigen hundert Euro auch eine kleine Box mit geringen Mengen Betäubungsmitteln (Heroin, Crystal).
Die Polizei stellte das Bargeld sowie die Drogen sicher, nahmen den 40-Jährigen vorläufig fest und brachten ihn auf ein Polizeirevier.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurde der Tatverdächtige am Dienstag einem Richter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug.
Die Ermittlungen gegen den 40-Jährigen wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls sowie Computerbetruges und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz dauern indes an.
Titelfoto: Bildmontage: Daniel Karmann/dpa, Maik Börner

