Chemnitz - Eine Tat, die fassungslos macht: Am Wochenende wurde eine 38-Jährige im Chemnitzer Heckert-Gebiet getötet, eine weitere Frau (20) schwer verletzt. Der mutmaßliche Killer, ein Angehöriger (45) der Opfer, wurde in Tschechien festgenommen. Am Mittwoch wird getrauert.
Franziska Herold, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, ruft um 16 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Neumarkt auf.
"Als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität soll an die Frau erinnert werden, die am vergangenen Sonntag in Chemnitz durch einen nahen Angehörigen getötet wurde", teilt das Rathaus mit.
Herold: "Kommt vorbei und zündet mit uns eine Kerze an. Gemeinsam erinnern wir an das Opfer und machen deutlich: Gewalt gegen Frauen darf nicht unsichtbar bleiben."
Eine Trauerveranstaltung auf dem Neumarkt - Bilder, die die Chemnitzer leider kennen. Bereits im Herbst 2025 fand eine solche Veranstaltung vor dem Rathaus statt.
Damals zündeten die Chemnitzer Kerzen für die getötete Masoma (†38). Sie soll von ihrem Ehemann Allahmir R. (39) umgebracht worden sein. Das Urteil gegen den mutmaßlichen Killer soll am Freitag fallen.
Nach tödlicher Attacke im Heckert-Gebiet: Mutmaßlicher Frauen-Killer floh nach Tschechien
Nach dem schrecklichen Verbrechen im Heckert-Gebiet am Wochenende floh der 45-jährige Tatverdächtige, ein Afghane, nach Tschechien. Dort wurde er von tschechischen Beamten auf einer Autobahn zwischen Prag und Brünn gestoppt und festgenommen.
Nun soll der mutmaßliche Killer nach Deutschland überführt werden. Zum Motiv des schrecklichen Verbrechens gibt es derzeit noch keine Informationen.
Nachbarn vermuteten gegenüber TAG24 allerdings bereits, dass es sich um eine Beziehungstat handeln könnte. In der Wohnung sei es oft laut gewesen, so auch in der Tatnacht.
Zu einer möglichen Tatwaffe gibt es ebenfalls noch keine Informationen. Zwar wurde in der Nähe des Wohnblocks, in dem die Frau getötet wurde, ein Messer gefunden - ob es allerdings ein Zusammenhang mit der Tat gibt, ist noch unklar.