Chemnitz - Mehrere Chemnitzer Stadtteile waren in den vergangenen Tagen Schauplatz von Raub- und anderen Gewaltdelikten. Zur Bekämpfung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität hat die Polizei am Montag eine mehrstündige Kontrolle im Zentrum durchgeführt.
Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, fand die Kontrolle zwischen 14 und 21 Uhr statt. Der Einsatzschwerpunkt lag in der Innenstadt.
"Während der Kontrollzeit konnten mehrere Personen aufgegriffen werden, die entweder Cannabis beziehungsweise. Haschisch oder verschreibungspflichtige Medikamente dabeihatten, und vorneweg verbotenerweise gehandelt haben oder der Verdacht bestand, dass sie unter anderem aufgrund der aufgefundenen Mengen Betäubungsmittelhandel treiben könnten", so ein Polizeisprecher.
Exemplarisch dafür steht die Kontrolle eines 28-Jährigen. Die Beamten hatten ihn in der Reitbahnstraße entdeckt und genauer unter die Lupe genommen. Der junge Mann hatte 100 verschreibungspflichtige Tabletten dabei. Bei der Kontrolle eines 26-Jährigen am Karl-Marx-Monument in der Brückenstraße entdeckten Polizisten rund 60 Gramm Haschisch. Auch ein Ladendiebstahl konnte aufgeklärt werden.
Im Stadthallenpark fanden die Einsatzkräfte eine Tasche voller neuer Kleidung im Wert von rund 110 Euro. Eine 26-Jährige gab an, sie hätte die Sachen von einem Freund erworben.
Polizei stellt zehn Strafanzeigen aus
In der Bilanz der Polizei heißt es, dass insgesamt zehn Strafanzeigen gegen Männer im Alter von 17 bis 30 Jahren wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz, das Konsumcannabisgesetz, das Aufenthaltsgesetz und das Pflichtversicherungsgesetz sowie Diebstahl und Hehlerei ausgestellt.
Bei den Verdächtigen handelt es sich im Algerier, Eritreer, Inder, Libyer, Marokkaner, Tunesier sowie Ukrainer.
An der Kontrolle waren 74 Polizisten, darunter auch Einsatzkräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei beteiligt.
Kurz vor Start der Kontrolle hatte es an der Zentralhaltestelle am Tietz einen bewaffneten Raub gegeben.