Nach Verfolgungsjagd durch Chemnitz: Polizei entdeckt geladene Gasdruckwaffe und Messer bei Pedelec-Fahrer

Chemnitz - Für einen 45-jährigen Pedelec-Fahrer endete eine Spritztour Sonntagnacht in Chemnitz mit mehreren Anzeigen.

Die Polizei wollte den Pedelec-Fahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen. (Symbolbild)
Die Polizei wollte den Pedelec-Fahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen. (Symbolbild)  © Bildmontage: Marijan Murat/dpa, Bodo Schackow/dpa

Kurz nach Mitternacht bemerkte eine Streife in der Gustav-Freytag-Straße den 45-Jährigen mit unsicherer Fahrweise und sprach ihn aus dem Polizeifahrzeug aus an, um eine Verkehrskontrolle durchzuführen.

Wie die Polizei mitteilte, wollte der Fahrer dieser offenbar entgehen und flüchtete über die Reichsstraße entgegen der Fahrtrichtung und bog in die Beckerstraße ab.

Dort holten die Polizisten ihn zwar ein und forderten ihn erneut mehrfach zum Anhalten, doch der Flüchtige ignorierte die Beamten sowie das eingeschaltete Anhaltesignal und setzte seine Fahrt vor.

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In zackigen Bewegungen fuhr er von der einen Straßenseite zur anderen, bis die Polizisten sich vor den Radfahrer setzten, um ihn zum Anhalten zu bewegen und die Fahrt zu beenden.

Nachdem der Funkstreifenwagen bis zum Stillstand verzögerte, streifte der Pedelec-Fahrer das stehende Polizeiauto und kam zu Sturz. Verletzt wurde der 45-Jährige dabei nicht.

Pedelec-Fahrer mit Gasdruckwaffe und Einhandmesser unterwegs

Einem Arzt musste sich der Flüchtige dennoch vorstellen. Denn ein Drogenvortest verlief positiv auf Opiate und Amphetamine, sodass eine Blutentnahme zur Beweismittelsicherung notwendig wurde.

Bei der Durchsuchung des 45-Jährigen fanden die Beamten zudem unter anderem noch zugriffsbereit eine mit Gummigeschossenen geladene Gasdruckwaffe sowie ein Einhandmesser. Beides wurde sichergestellt.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den Deutschen aufgenommen.

Der am Funkstreifenwagen entstandene Sachschaden beläuft sich auf schätzungsweise 
1000 Euro. Das Pedelec blieb augenscheinlich unbeschädigt.

Titelfoto: Bildmontage: Marijan Murat/dpa, Bodo Schackow/dpa

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