Razzia auf Chemnitzer Sonnenberg: Was war hier los?

Chemnitz - Große Razzia auf dem Chemnitzer Sonnenberg! Am Sonntagabend durchsuchten Beamte ein Wohnhaus in der Zietenstraße. Grund dafür sind Ermittlungen gegen Arbeitgeber, die Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß abgeführt haben sollen.

Mehrere Beamte durchsuchten am Sonntagabend ein Wohnhaus auf dem Chemnitzer Sonnenberg.  © Haertelpress

Gegen 18 Uhr rückte das Hauptzollamt Erfurt zusammen mit dem Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und der Bundespolizei an.

"Bis in die frühen Morgenstunden wurde in einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen des Verdachts der Beitragsvorenthaltung zur Sozialversicherung Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Chemnitz durchgesetzt", teilt eine Zoll-Sprecherin mit.

Heißt: Es geht um Sozialabgaben-Betrug! Genauer gesagt um mehrere Arbeitgeber, die die fälligen Sozialversicherungsbeiträge nicht an die Einzugsstelle (Krankenkasse, Rente und Co.) abgeführt haben.

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Wie viele Beschuldigte es gibt, ist unklar. Eine entsprechende Anfrage beim LKA Sachsen, die die Ermittlungen leiten, läuft derzeit.

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Ermittler sichern "umfangreiche Beweismittel"

Die Durchsuchungen dauerten bis in die Morgenstunden.  © Haertelpress

Die vermummten Ermittler durchkämmten die Wohnungen stundenlang. "Es wurden umfangreiche Beweismittel gesichert", heißt es. Welche genau, dazu machen die Behörden bislang keine Angaben.

Festnahmen gab es nicht. Trotzdem dürfte der Einsatz für die Betroffenen ernsthafte Konsequenzen haben - für die Nichtzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen droht Arbeitgebern eine mehrjährige Gefängnisstrafe.

"Die Ermittlungsverfahren gegen die Beschuldigten laufen", heißt es abschließend.

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