Endlich! Die Freisitze haben wieder auf, und Chemnitz sitzt wieder draußen

Chemnitz - Hurra, die Kneipen sind wieder da! Seit Montag haben die Freisitze der Gastronomen wieder geöffnet. Neben Schnitzel, Eis und Bier wurde den Chemnitzern fast perfektes Pfingst-Wetter serviert.

Heiko (51) und Sylvia Weiß (53) stoßen im "Brazil" auf die hinzugewonnene Freiheit an.
Heiko (51) und Sylvia Weiß (53) stoßen im "Brazil" auf die hinzugewonnene Freiheit an.  © Ralph Kunz

Lange auf offene Kneipen gewartet haben Sylvia (53) und Heiko Weiß (51) aus Chemnitz, die im "Brazil" mit einem Pils auf die Freiheit angestoßen haben.

"Wir gehen oft was essen und haben bewusst am ersten Tag der Wiedereröffnung reserviert", sagt Heiko Weiß.

Gleich um die Ecke, im Café Michaelis, hat es sich eine junge Familie gemütlich gemacht. "Es gibt noch Menschen auf dieser Welt!", scherzt Nancy Moroz (30).

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Ihr Freund Rocco Dreßler (32) schlürft einen Latte Macchiato. "Wir sind spontan hierhergekommen und haben einen Platz bekommen. Ein tolles Gefühl und ein Schritt mehr in Richtung Normalität", sagt er.

Restaurantleiter Tommy Seidel (36) serviert im Café Michaelis: "Seitdem bekannt ist, dass wir draußen öffnen dürfen, gibt es Nachfragen."

Überrannt wurden Cafés und Restaurants in der Innenstadt am Montag aber nicht.

Nancy Moroz (30) und Rocco Dreßler (32) haben mit ihren Kindern spontan einen Platz im Café Michaelis bekommen.
Nancy Moroz (30) und Rocco Dreßler (32) haben mit ihren Kindern spontan einen Platz im Café Michaelis bekommen.  © Ralph Kunz
Das fast perfekte Pfingst-Wetter lockte die Chemnitzer in die Innenstadt und an den Schlossteich.
Das fast perfekte Pfingst-Wetter lockte die Chemnitzer in die Innenstadt und an den Schlossteich.  © Ralph Kunz

Gastro-Genuss im Freien unterliegt dennoch einigen Corona-Auflagen

Statt die City-Lokale zu stürmen, gingen es die Chemnitzer etwas langsamer an.
Statt die City-Lokale zu stürmen, gingen es die Chemnitzer etwas langsamer an.  © Ralph Kunz

"Ab und an gibt es freie Plätze für Kurzentschlossene", bestätigt Seidel. In der Inneren Klosterstraße waren die Kneipen zeitweise gut gefüllt.

Am Neumarkt herrschte jedoch gähnende Leere. Das Turmbrauhaus öffnet erst ab 1. Juni. "Ratsstube", "Miramar" und "Pelzmühle" wollen ebenfalls später nachziehen.

Der Gastro-Genuss unterm Sonnenschirm unterliegt einigen Auflagen. Wer einen Tisch haben will, muss vorher einen Termin vereinbaren. Wie schon im vergangenen Jahr ist eine Kontakterfassung verpflichtend.

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"Sitzen in einem Gastronomiebetrieb im Außenbereich Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch, müssen diese einen tagesaktuellen Test vorweisen", so ein Stadtsprecher.

Übrigens: Ab sofort darf wieder nach 22 Uhr gegessen und getrunken werden. Die Ausgangssperre ist mit dem Unterschreiten der 100er-Inzidenz aufgehoben.

Titelfoto: Ralph Kunz

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