Acht Fälle in zwei Jahren: Fehlalarm-Serie in Chemnitzer Einkaufszentrum hat Folgen

Chemnitz - Immer wieder muss die Feuerwehr Chemnitz wegen Fehlalarmen in die Galerie Roter Turm ausrücken. Häufigster Grund ist ein Feuermelder, der von Unbekannten gedrückt wird. Im Einkaufszentrum hofft man auf Ermittlungserfolge.

Jüngst ging vergangene Woche der Alarm an. Das komplette Einkaufszentrum wurde evakuiert.
Jüngst ging vergangene Woche der Alarm an. Das komplette Einkaufszentrum wurde evakuiert.  © Maik Börner

Zuletzt wurde am vergangenen Donnerstag wegen eines mutwillig eingeschlagenen Handdruckmelders Alarm ausgelöst. Davor gab es einen weiteren "Sinnlos"-Einsatz im Januar. Das Einkaufszentrum beschäftigt die Feuerwehr beinahe regelmäßig.

"Infolge einer ausgelösten Brandmeldeanlage war die Feuerwehr in den vergangenen zwei Jahren zu acht Einsätzen ausgerückt, bei denen dann vor Ort kein Brand festgestellt werden konnte", teilt eine Stadtsprecherin mit.

Nicht nur die Feuerwehr ist von der Situation genervt. Jeder Alarm bringt aufgrund der Evakuierung viel Ärger für das Center mit sich.

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"Beim letzten Mal hat es eine Stunde gedauert, bis alle wieder reinkonnten. Mitarbeiter mussten draußen bei Kälte ausharren", erzählt Centermanager Jörg Knöfel (55).

Kunden werde der Einkaufsbummel zunichtegemacht und Händler erlitten wirtschaftlichen Schaden. "Die Einbußen sind ohne Frage da, lassen sich aber nicht beziffern." Allein der Feuerwehreinsatz kostet etwa 1600 Euro. Macht 12.800 Euro bei acht Einsätzen.

Centermanager Jörg Knöfel (55) hat die Nase voll.
Centermanager Jörg Knöfel (55) hat die Nase voll.  © Uwe Meinhold
Achtmal musste die Feuerwehr in den vergangenen zwei Jahren aufgrund eines Fehlalarms in die Galerie Roter Turm ausrücken.
Achtmal musste die Feuerwehr in den vergangenen zwei Jahren aufgrund eines Fehlalarms in die Galerie Roter Turm ausrücken.  © Maik Börner

Die Polizei ermittelt nach erstatteter Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen und Beeinträchtigung von Nothilfemitteln. "Konkrete Hinweise zu Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor", so eine Sprecherin.

Wer am 23. Januar, 13.30 Uhr, oder am 2. Februar, 16.40 Uhr, auffällige Personen beobachtet hat, meldet sich unter Tel. 0371/38 71 02 bei der Polizei.

Titelfoto: Maik Börner

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