Chemnitz - Blaulichteinsatz an einer Oberschule in Chemnitz: Am Dienstagmorgen wurde in einer Toilette eine unbekannte Substanz verteilt. Die Schule musste evakuiert werden. Sieben Schülerinnen und ein Schüler kamen zur Untersuchung in ein Krankenhaus.
Der Vorfall geschah in der Friedrich-Adolf-Wilhelm-Diesterweg-Oberschule an der Kreherstraße im Stadtteil Gablenz. Gegen 10.10 rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte an.
"In einem Sanitärbereich der Schule sollen nach derzeitigem Kenntnisstand Schüler die reizende Substanz freigesetzt haben", so eine Polizeisprecherin.
Mehrere Teenager klagten anschließend über Augen- und Atemwegsreizungen. Das Gebäude musste evakuiert werden. Vor Ort kümmerte sich der Rettungsdienst um die Schüler - sie wurden medizinisch versorgt.
Insgesamt mussten acht Jugendliche ins Krankenhaus - darunter eine 12-Jährige, zwei 13-Jährige, zwei 14-Jährige, zwei weitere Mädchen (15) und ein Schüler (15). Sie wurden in einer Klinik untersucht und behandelt.
Verdacht auf gefährliche Körperverletzung: Polizei ermittelt
Die Feuerwehr belüftete die Schule. Wenig später konnte das Gebäude laut Polizeiangaben wieder betreten werden.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Unklar ist noch immer, um welche Substanz es sich genau handelt. Ob die Beamten bereits die Tatverdächtigen ausfindig machen konnten, teilt die Polizei nicht mit.
Derartige Einsätze sind an Chemnitzer Schulen keine Seltenheit: Erst Anfang des Jahres versprühte ein Jugendlicher (15) in der Oberschule Altendorf wohl eine ähnliche Substanz. Mehrere Betroffene mussten anschließend medizinisch untersucht werden.
Auch wegen Pfefferspray-Attacken in Schulen musste die Feuerwehr des Öfteren ausrücken.
Erstmeldung: 12. Mai, 11.31 Uhr, zuletzt aktualisiert: 14 Uhr