Eine Million Euro Einnahme-Plus: Blitzer an A4-Auffahrt lässt die Kasse klingeln

Freiberg - Bußgeld-Segen für den Landkreis Mittelsachsen. 2019 spülten Tempo-Verstöße, Knöllchen und Co. drei Millionen Euro in die Kasse, knapp eine Million mehr als 2018. 

Der Landkreis verlegte 2019 einen Blitzer aus Burgstädt an den Unfallschwerpunkt Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde. Hier wird in beide Richtungen fotografiert.
Der Landkreis verlegte 2019 einen Blitzer aus Burgstädt an den Unfallschwerpunkt Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde. Hier wird in beide Richtungen fotografiert.  © Ralph Kunz

Das Landratsamt begründet die höheren Einnahmen mit neuen Blitzer-Standorten.

Der Blitzer an der A4-Zufahrt Siebenlehn löste allein im Dezember 2019 mehr als 9500-mal aus. 

"Die hohe Fallzahl hängt sicher mit allgemein starkem Verkehr und der Adventszeit zusammen", teilt das Landratsamt mit. Außerdem wurde der neue Blitzer-Standort mitgeteilt. 

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Der Kreisvorsitzende Jörg Vieweg (49) vom ACE Sachsen Süd lehnt solche "Gold-Esel" kategorisch ab: "Wenn es um Sicherheit geht, dann wären mobile Blitzer in Tempo-30-Zonen sinnvoller. Das schützt Kinder, Schüler, Ältere", sagt er.

Jörg Vieweg (49) vom ACE Europa Sachsen Süd hält nichts von stationären "Gold-Eseln".
Jörg Vieweg (49) vom ACE Europa Sachsen Süd hält nichts von stationären "Gold-Eseln".  © Sven Gleisberg
Zu den neuen Standorten 2019 zählt auch die Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde. Dort stehen sogar zwei Geräte, um in beide Richtungen zu blitzen. 

Titelfoto: Ralph Kunz

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