War's das mit dem Winter? Hier stehen die ersten Frühblüher in den Startlöchern
Chemnitz - Kaum ist der Schnee weitestgehend geschmolzen, schauen in Chemnitz und Umgebung schon die ersten Frühlingsboten aus dem Boden.
Obwohl der Januar mit viel Schnee und knackig niedrigen Temperaturen richtig winterlich gestartet ist, ist nun vom Winter kaum noch etwas zu merken. Dafür sieht es auf einigen Wiesen schon nach Frühling aus.
Unter der Schneedecke der vergangenen Tage haben sich die Schneeglöckchen schon aus der Erde getraut. Zwischen den kleinen grünen Blättern verstecken sich die Blütenansätze, die noch ein paar Tage brauchen, bis sie wirklich als Blüte zu erkennen sind.
Auch die Winterlinge, die mit ihrer leuchtend gelben Farbe auf den Wiesen wie kleine Sonnen strahlen, haben langsam Saison. Sie gehören neben den Schneeglöckchen mit zu den ersten Frühblühern in Gärten und Parks.
Ganz so weit wie die Schneeglöckchen sind die Krokusse noch nicht. Von ihnen sind bislang nur grüne Blattspitzen sichtbar.
In den nächsten Tagen kommt der Winter zumindest temperaturtechnisch zurück. Es wird wieder eisig kalt mit Nachttemperaturen von bis zu minus 8 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst meldet.
Schneeglöckchen sind Frostkeimer
Doch was passiert mit den Frühblühern, wenn es so kalt wird? Den Frühblühern macht das nichts aus, wenn es wieder kälter wird. Sie wachsen sogar durch dünne Schneedecken, wenn der Boden nicht gefroren ist.
Schneeglöckchen gehören zu den Frostkeimern, das heißt, die Zwiebel braucht sogar den Frost, um zu sprießen.
Kommt es dann doch noch mal zu Frost mit Temperaturen unter minus fünf Grad, schalten die Frühblüher ihren Stoffwechsel um und produzieren so ein körpereigenes "Frostschutzmittel".
Mitte Januar ist noch nicht einmal der früheste Zeitpunkt, an dem Schneeglöckchen und Winterlinge kommen können. Je nach Bodenbeschaffenheit können die Blümchen auch schon im Dezember sprießen.
Titelfoto: Bildmontage: privat (3)

