Kreativ und nachhaltig: Chaos Computer Club macht aus Elektroschott Neuheiten

Chemnitz - Technikfreunde und PC-Nerds kommen hier auf ihre Kosten: Der Chaos Computer Club (CCC) hat sich auch in Chemnitz etabliert.

Karola Köpferl (35) mit einem "smarten Eichhörnchen", das über das Internet mit einem anderen Eichhörnchen-Gerät kommunizieren kann.
Karola Köpferl (35) mit einem "smarten Eichhörnchen", das über das Internet mit einem anderen Eichhörnchen-Gerät kommunizieren kann.  © Ralph Kunz

Hier schrauben und basteln Mitglieder, tauschen sich aus. Aktuelles Projekt: der Umbau eines 3-D-Druckers zum Mikroskop und die Vorbereitung auf den Digitalen Unabhängigkeitstag.

Beim Chaos Club ist jeder willkommen: "Man kommt zur Tür rein und hat eine Idee. Unabhängig davon, ob man programmieren, löten oder auch nichts davon kann", so Vereinssprecherin Karola Köpferl (35).

Der Chaos Computer Club Chemnitz wurde 2011 gegründet. Mit zehn Mitgliedern fing es an, aktuell sind es bereits 25 Technikbegeisterte.

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Seit Corona sei die Zahl an Teilnehmern nach oben gegangen. Nicht nur Menschen aus der Region zieht es zum Verein in der Augustusburger Straße.

Auch Elias (28) ist neu hier: Er kommt aus Baden-Württemberg, wohnt in Chemnitz und studiert in Köln technische Informatik.

Das Mikroskop kann per Tastatur bedient werden.
Das Mikroskop kann per Tastatur bedient werden.  © Ralph Kunz
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Aus Alltagsgerät wird Dekoration

Club-Mitglied Thomas Alder (49) an dem zum Mikroskop umgebauten 3-D-Drucker.
Club-Mitglied Thomas Alder (49) an dem zum Mikroskop umgebauten 3-D-Drucker.  © Ralph Kunz

Seit seiner Gründung hat die Gemeinschaft Altbewährtes mit Neuem verbunden: So hatte Köpferl die DDR-Schreibmaschine "Erika" mit ChatGPT verknüpft.

Oder scheinbar banale Alltagsgeräte wurden auseinandergenommen und als Dekoration verwendet - zum Beispiel die Stockwerk-Anzeige eines Fahrstuhls, die jetzt die Wand des Gemeinschaftszimmers des Clubs ziert.

Ein weiteres Projekt ist ein auseinandergebauter 3-D-Drucker, der als bewegliches Mikroskop dient. Sinn ist, dass man das Objektiv des Mikroskops nicht nur von Hand bewegen kann, sondern auch per Tastatur. In diesem Sinne geht es ebenfalls um Nachhaltigkeit: "Elektroschrott vermeiden, Geräte weiter nutzen", so Karola Köpferl.

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Aktuell bereitet sich der Club auf den Digitalen Unabhängigkeitstag am 1. Februar vor. Dort wollen auch die Chemnitzer Vorschläge einbringen, wie man durch alternative Betriebssysteme, Messenger und anderes unabhängiger von großen Plattformen werden kann.

Infos: www.chaoschemnitz.de

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz (2)

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