100. Geburtstag von Ehrenbürger Carl Horst Hahn: So feiert Chemnitz seine VW-Legende
Chemnitz - Mit Konzerten, Oldtimern, Ausstellungen und einer neuen Grünanlage erinnert Chemnitz Anfang Juli an seinen berühmten Ehrenbürger Carl Horst Hahn (1926–2023). Der langjährige und legendäre Volkswagen-Manager wäre am 1. Juli 100 Jahre alt geworden.
Carl Horst Hahn machte Volkswagen zum Global Player: "Er war an vielen maßgeblichen Entscheidungen von VW beteiligt - man denke nur an die Expansion nach China", so
Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD). "Ohne ihn hätte es auch die Produktionsstätten in Zwickau und in Chemnitz nicht gegeben. Sein Wirken hat nach der Wende entscheidend zur Entwicklung Sachsens und zur Schaffung Tausender Arbeitsplätze beigetragen."
Unter dem Motto "Manager – Visionär – Brückenbauer" lädt die Stadt deswegen am Donnerstag, dem 2. Juli, und Freitag, dem 3. Juli, zu zahlreichen Veranstaltungen ein.
Zu den Höhepunkten zählt am Donnerstag eine Oldtimer-Parade mit rund 20 historischen VW-Fahrzeugen auf dem Neumarkt. Anschließend zieht der Korso weiter zur Petrikirche.
Dort findet ein großes Festkonzert zu Ehren von Hahns Geburtstag statt. Besucher erwartet Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann, der Eintritt ist frei.
Ausstellung im Rathaus
Bereits am Nachmittag wird im Rathaus die Ausstellung "Carl H. Hahn – Wie er Chemnitz und Sachsen geprägt hat" eröffnet. Sie ist bis Mitte August kostenlos zu sehen.
Am Freitag erhält der Ehrenbürger eine weitere besondere Würdigung: Im Stadtpark wird der neue Carl-Horst-Hahn-Garten eröffnet. Zur Einweihung wird unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) erwartet.
Ergänzt wird das Jubiläumsprogramm durch Führungen, Vorträge und Fahrradtouren rund um die Chemnitzer Automobilgeschichte. Alle Infos: chemnitz.de/carl-horst-hahn
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Autonarr, Visionär, Macher
Carl Horst Hahn, geboren am 1. Juli 1926 in Chemnitz, war ein visionärer Automobilmanager und Wirtschaftswissenschaftler.
Als Chef von "Volkswagen of America" (ab 1959) revolutionierte er das Marketing und machte den VW Käfer zu einem Kultauto auf dem US-Markt. Auch als Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG (1982–1992) prägte er die internationale Expansion des Konzerns maßgeblich und legte den Grundstein für dessen Entwicklung zu einem der weltweit größten Automobilhersteller.
Zudem engagierte er sich für den Wiederaufbau der Automobilindustrie in Ostdeutschland und war als Honorarprofessor sowie in verschiedenen Aufsichtsräten tätig. Er verstarb am 14. Januar 2023 in Wolfsburg.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa, Peter Zschage
