42 weltberühmte Werke: Millionär (94) verschenkt seinen Kunstschatz
Chemnitz - Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner: Die Kunstsammlungen Chemnitz haben eine hochkarätige Schenkung von 42 Kunstwerken zum Expressionismus erhalten. Sie stammen aus der Sammlung des Unternehmers Hermann Gerlinger (94).
Die Schenkung sei "ein großes Glück", sagte Generaldirektorin Florence Thurmes (45). "Solche Gesten sind außergewöhnlich, gerade wenn sie den eignen Bestand so bereichern und hervorheben."
Der gebürtige Würzburger Gerlinger zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlern in Deutschland. In mehr als 50 Jahren trug er fast 1000 bedeutende Kunstwerke zusammen.
Sein Schwerpunkt sind die zumeist sächsischen "Brücke"-Maler. Die Schenkung bildet die gesamte technische Bandbreite von Ölgemälden über Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken zu Plastiken ab.
Ein Teil der Schenkung gelte ausdrücklich dem im Frühjahr neu eröffneten Karl-Schmidt-Rottluff-Haus.
Zu den Kunstwerken, die in Chemnitz eine neue Heimat finden, gehört unter anderem das Gemälde "Zwei Männer" von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938). Als weiterer Höhepunkt wurde das Gemälde "Du und ich" von Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) genannt - ein Doppelbildnis des weltberühmten Chemnitzer Künstlers und seiner Frau im Jahr ihrer Hochzeit 1919.
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Die Neuzugänge werden in einer Ausstellung vom 18. Oktober bis 1. Februar in den Kunstsammlungen am Theaterplatz gezeigt. Damit ist Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025 um einen weiteren Publikumsmagneten reicher.
Titelfoto: picture alliance/dpa/Peter Endig
