Alles Walzer in der Chemnitzer Oper: "Ein Ball zum Wohlfühlen"
Chemnitz - Schicker, musikalischer und tänzerischer geht's kaum: Der 19. Chemnitzer Opernball war ein voller Erfolg. Nach drei Jahren Pause gaben sich knapp 1000 Gäste einem rauschhaften Fest im Opernhaus hin.
Vielen Besuchern war die Sehnsucht nach einer Tanzgala anzumerken. "Es war ein langes Jahr zwischen letztem Opernball und diesem Jahr", sagt Intendant Christoph Dittrich mit einem Augenzwinkern, denn tatsächlich dauerte die Pause sogar drei Jahre.
Insgesamt 898 Gäste ließen sich das Event nicht nehmen - genauso wie die 46 Debütanten, die sich im Vorfeld intensiv auf diesen Abend vorbereitet haben.
"Es wird Zeit, dass es wieder losgeht. Es tut gut, dass ganze Programm, Feeling, Ambiente zu erleben und Menschen mit Geist zu treffen", sagt Ballgast Elke Uhlig (63). Sie kam mit Freunden und Verwandten und besucht den Chemnitzer Opernball seit 2011 regelmäßig.
Nach einem kurzen Gala-Konzert wurde die Hauptbühne des Opernhauses für das 3-Gänge-Menü nach hinten ausgeweitet. Gespeist wurde zwischen 20 und 22 Uhr.
Dann kam es zur Walzer-Eröffnung, bei der Tenor Siyabonga Maqungo und Sopran Ketevan Chuntishvili ein Duett gaben.
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Ballpremiere für Sozialministerin Köpping und OB Schulze
Nachdem die Debütanten unter großem Beifall der Zuschauer eingelaufen waren, zeigten auch sie in drei Minuten, was sie in den vergangenen sechs Wochen geprobt hatten.
Unter den Neulingen waren auch Tamara Tänzer (18) und Jonathan Frieden (18). Sie hatten sich für die Feier 2022 beworben und dann ein Jahr gewartet. Hier zu debütieren, "ist etwas ganz Besonderes, auch wenn es nur drei Minuten dauert", so Tamara Tänzer.
Für zwei andere Promis war es ebenfalls eine Premiere: Nach vielen Jahren besuchte mit Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (64, SPD) erstmals wieder eine Ministerin das Chemnitzer Event. Sie brachte Tanzerfahrung durch Besuche der Bälle in Wien und Leipzig mit. "Chemnitz kann stolz auf diesen Opernball sein", so Köpping.
Für Oberbürgermeister Sven Schulze (51, SPD) war es überhaupt das erste Mal auf so einem Empfang: "Meine Sorge war, dass alles ein bisschen steif ist." Aber zu fortgeschrittener Stunde fiel sein Urteil eindeutig aus: "Ein Ball zum Wohlfühlen."
Titelfoto: Norbert Neumann

