Chemnitzer Gästeführer: Nach dem KuHa-Rummel von 100 auf 0

Chemnitz - 2025 hatte Chemnitz große Touristen-Luft geschnuppert, und die Gästeführer standen mittendrin. KuHa bedeutete: volle Kalender, neue Gesichter, ein Dauerlauf durch die Stadt. Kommt 2026 der nächste Schwung, oder fällt die Chemnitzer Stadtführer-Szene nach dem Mega-Jahr in ein Loch?

Zur Chemnitzer Mikwe gibt es immer wieder Führungen.
Zur Chemnitzer Mikwe gibt es immer wieder Führungen.  © Uwe Meinhold

Einen Fixpunkt gibt es am Samstag: Der Weltgästeführertag findet traditionell am Wochenende um den 21. Februar statt.

"Das ist immer Saure-Gurken-Zeit, genau deshalb liegt der Weltgästeführertag da", sagt Karin Meisel (64) vom Verein der Gästeführer Chemnitz (VGC).

Samstag und Sonntag laufen in Chemnitz mehrere kostenlose Touren, mit Motto und Spendenbox.

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"Wir haben fünf Highlights - und ganz ehrlich: Keins davon ist nur 'zweite Wahl'", betont sie.

Karin Meisel (64, l.) und Ramona Wagner (68) stehen am Johannisplatz. Die Gästeführerinnen wollen ihre Stadt mit lebendigen Geschichten zeigen.
Karin Meisel (64, l.) und Ramona Wagner (68) stehen am Johannisplatz. Die Gästeführerinnen wollen ihre Stadt mit lebendigen Geschichten zeigen.  © Uwe Meinhold
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"Kein zweites KuHa-Feuerwerk, aber auch kein Absturz."

Karin Meisel (64) zeigt in der Schönherr-Fabrik Details der alten Mauern. Hier führt sie regelmäßig Besuchergruppen durch das Industriegelände.
Karin Meisel (64) zeigt in der Schönherr-Fabrik Details der alten Mauern. Hier führt sie regelmäßig Besuchergruppen durch das Industriegelände.  © Kristin Schmidt

Meisel hatte 2025 Führungen in mittlerer dreistelliger Höhe durchgeführt, hatte Interessenten in vierstelliger Höhe.

Im KuHa-Jahr hörte sie immer wieder Sätze wie: "Chemnitz ist so toll", "Chemnitz ist grün", "Chemnitz ist sauber". Sie denkt am liebsten an Führungen zurück, bei denen die Leute eigentlich schon gehen mussten - aber nicht wollten, weil sie noch mehr wissen wollten.

Kollegin Ramona Wagner (68) erinnert sich besonders gern an Gäste, die so spannend waren, dass sie nach der Tour erst mal heimlich den Namen gegoogelt hat: "Krass, wen ich heute durch Chemnitz geführt habe ..."

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Und wie wird 2026? Die ehrliche Antwort klingt nach Entzug: "Im Januar bin ich in ein Loch gefallen - von 100 auf 0", sagt Wagner. Früher seien Januar und Februar ruhig gewesen, "aber diesmal war der Unterschied sehr heftig". Meisel ergänzt: "Kein zweites KuHa-Feuerwerk, aber auch kein Absturz."

Titelfoto: Uwe Meinhold

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